Zeichen setzen: Kunst aus Hotelabfällen

Das Berliner Hotel Radisson Blu setzt die schon lange von der eigenen Hotelgruppe gesetzten Maßstäbe sehr kreativ um: Verantwortlichkeit ist ein Punkt auf den das Unternhemen seit vielen Jahren großen Wert legt, auch der Umwelt gegenüber. Jetzt hat das Radisson Blu diese Vorgabe mit einem kreativen Kunststoff-Müll-Projekt unterstrichen. Das Resultat ist ein großer blauer Fisch, der jetzt die Lobby schmückt.

Das Radisson Blu in Berlin gehört zur Rezidor Hotel Group, einer Unternehmensgruppe mit einem preisgekrönten “Responsible Business Programm”. Das Programm umfasst Menschen, Gemeinschaft und den Planeten als Hauptankerpunkte. Den Trend zur Verantwortlichkeit erkannte man hier schon früh. Schon vor 1990 begann die Hotelgruppe erste Umweltrichtlinien zu setzen. Die Unternehmensführer sehen es nach eigener Aussage als ihre Pflicht, ihre Position als internationales Unternehmen zu nutzen, um die Umwelt von morgen positiv zu beeinflussen. Das Personal der Gruppe gehen voll in diesem Programm auf, das zeigt sich zum Beispiel in der Idee, die eine Mitarbeiterin des berliner Hotels im Kontext eines Wettbewerbs zum Thema Nachhaltigkeit hatte.

Eine Woche Müll als Kunstwerk

Der Kunststoffmüll, den ein Hotel innerhalb einer Woche produziert, reicht aus, um daraus eine anderthalb Meter hohe Skulptur zu errichten. Nach der Idee der kreativen Mitarbeiterin wurde also der Kunststoffmüll über eine Woche lang gesammelt. Daraus entstand mit Hilfe des Künstlers Gerhard Bär ein leuchtend blauer Fisch, der jetzt in der Hotellobby zu bewundern ist.

Der Gedanke hinter dieser Idee ist, auf den Kunststoffverbrauch hinzuweisen und den Gedanken des “Think Planet” aus dem Programm der Hotelkette an die Mitarbeiter und Gäste des Radisson Blu heranzutragen. Der Fisch soll durch sein ansprechendes Äußeres Aufmerksamkeit erregen, und bei genauerem Hinsehen die Möglichkeit bieten, über seine Entstehung und damit auch über Nachhaltigkeit und Recycling Anstöße zu erwecken.

Was diese Hotel-Kette schon lange erkannt hat, wird wohl bald Standard für alle Gastronomie- und Hotelleriebetriebe sein. Der Trend der Nachhaltigkeit hat sich durchgesetzt und wird immer mehr vom Nice-to-have zum erwarteten Must-have. Zeit für Hotellieres, sich Gedanken um die Position des eigenen Hauses in diesem Punkt zu machen.

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