Wie bekommt man einen Michelin-Stern?

Die meisten Köche streben danach, einen Stern zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung durch den bekannten Restaurantführer Michelin. Dieser beschäftigt unabhängige Tester, die die Bewertungen vornehmen.

Jahr für Jahr vergibt Michelin seine berühmten Sterne. Damit werden Köche belohnt, die außerordentliche Kreativität und Fertigkeiten mitbringen. Durch den Restaurantführer erfahren Gourmets, welche Köche für besondere Genüsse sorgen.

Restaurantkritik mit langjähriger Tradition

Michelin bewertet seit 1923 Restaurants und vergibt seit 1926 die begehrten Sterne an Köche für ihre außerordentlichen Leistungen. Dass Michelin ursprünglich aus der Autobranche stammt, wird spätestens dann deutlich, wenn die Bewertungen genauer gelesen werden. Ein Stern wird beschrieben mit „eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!“. Zwei Sterne beschreibt man bei Michelin wie folgt: „eine Spitzenküche – einen Umweg wert!“. Und drei Sterne erhält „eine einzigartige Küche – eine Reise wert!“.

Küche als einziges Kriterium

Um einen der begehrten Sterne zu erhalten, wird ausschließlich die Küche beurteilt. Service und Ambiente spielen dabei keine Rolle. Faktoren wie eine hohe Produktqualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Beständigkeit, Kreativität und Persönlichkeit der Küche, Frische der Zutaten und fachgerechte Zubereitung sind bei der Bewertung ausschlaggebend. Wie luxuriös die Küche eingerichtet ist oder welche anderen Voraussetzungen in der Küche gegeben sind, spielt keine Rolle.

Versteckspiel der Kritiker

Die Gastrokritiker von Michelin werden Inspektoren genannt. Sie bleiben unerkannt und verhalten sich wie ganz normale Gäste. Selbstverständlich zahlen sie auch. Sie werden in einem umfangreichen Auswahlverfahren von Michelin benannt und bringen in den meisten Fällen eigene Erfahrungen als Köche mit.

Stern gebührt dem Restaurant, nicht dem Koch

Wer nun denkt, dass der Stern einzig und allein dem Koch gebührt, liegt falsch. Die Sterne werden an das gesamte Restaurant verliehen, sodass ein Koch erst zum Sterne-Koch wird, wenn er in einem entsprechend prämierten Restaurant arbeitet. Wechselt er den Arbeitsplatz, verbleiben die Sterne im Restaurant und müssen vom neuen Küchenchef verteidigt werden.

Bildurheber: OceanProd

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