Weißwein mausert sich zum beliebtesten Getränk im deutschen Gastgewerbe

Noch in den 90igern Jahren lag Rotwein ganz klar weit vorne, wenn es um die beliebtesten Begleiter zum guten Essen ging. Inzwischen steigt das Angebot an Weißweinen beachtlich, eine Trendwende auf die die Weinanbauer längst reagiert haben.

Laut Mitteilung des Deutschen Weininstituts (DWI) macht der Flächenanteil der weißen Rebsorten zur Herstellung von Weißwein zwei Drittel der gesamten Anbauflächen in Deutschland aus. In Zahlen sind das knapp 69.000 Hektar von 103.079 Hektar gesamter Fläche. Tendenz steigend. Bereits gegenüber des letzten Jahres wächst damit die Anbaufläche um 0,7 Prozent. Die Deutschen lieben ihren Weißwein zum Essen. Der Rotwein wurde längst auf die hinteren Plätze verdrängt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala liegt dabei der Grauburgunder, dicht gefolgt vom Weißburgunder. Danach folgen Chardonnay und Auxerrois. Außerdem gibt es innerhalb der Weißweinfangemeinde einen ganz besonderen Trend zu entdecken: Den Sauvignon Blanc, eine sehr aromatische, vollmundige Variante. Zuwachs gab es aber auch bei den so genannten Bukettrebsorten wie Gelber Muskateller und Scheurebe zu verzeichnen. Auch hier stieg die Anbaufläche prozentual leicht nach oben an.

Auf starke Nachfrage mit neuen Züchtungen reagieren

Der Riesling zählt neben den neuen Trends zu einer der verlässlichen Sorten, die nach wie vor stark nachgefragt sind. Deshalb bleibt die Anbaufläche hier relativ konstant. Für Weinanbauer misst sich der Grad der Beliebtheit stets am Absatz, also der Nachfrage. Restaurantbetreiber sehen am Bestellverhalten ihrer Gäste schnell, wohin sich der Geschmack entwickelt und was nachgefragt ist. Kein Wunder also, dass die Branche hier schnell reagieren kann und sich deshalb relativ kurzfristig ein Anbaugebiet nach einer stark gefragten Sorte ausrichten kann. Ständig gibt es zudem neue Züchtungen und Einlagerungsverfahren, die immer neue Weine hervorbringen. Bleibt also abzuwarten, wie lange sich die hohe Nachfrage zum Weißwein halten wird und welche neuen Sorten der starke Anbau in Deutschland hier hervorbringen wird.

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