Was die Körbchengröße mit Restaurantrabatten zu tun hat

In China machte jüngst ein Restaurant von sich Reden, dass Frauen mit großen Brüsten einen besonders hohen Rabatt bei ihrer Bestellung zusicherten. Laut Angaben des Restaurantbesitzers kamen bis zu 20 Prozent mehr Gäste zum Essen. Trotzdem ist diese Werbestrategie höchst fragwürdig.

Mehr Gäste durch sexistische Angebote? In China scheint diese Strategie durchaus von Erfolg gekrönt, denn ein Restaurant setzte dazu an, die Höhe des Rabatts an der Größe der Brüste zu messen. Frauen mit kleinen Brüsten und einem A- bis B-Körbchen durften sich demnach über fünf Prozent Rabatt auf ihre Essensbestellung freuen, Frauen mit einem G-Körbchen konnten gleich 65 Prozent sparen. Der Hintergrund war, laut Restaurantbesitzer, allerdings gar nicht so sexistisch wie es auf den ersten Blick scheint. Schließlich wolle er den Frauen nur Mut machen, sich ebenso zu zeigen wie sie sind und sich nicht zu schämen.

Den weiblichen Gästen gefiel es und sie nahmen das Angebot gerne an. Trotzdem ist das Werbeangebot inzwischen längst Geschichte. Der Druck der Öffentlichkeit wurde einfach zu groß. Nun gibt es keinen Rabatt mehr, der an der Brustgröße gemessen wird.

Füllige Männer mussten tiefer in die Tasche greifen

Dabei ist diese Art verrückter Werbestrategie längst nicht die Einzige im Land des Lächelns. Lächeln musste nämlich bestimmt auch der Eine oder Andere, wenn er in Henan ins Restaurant ging. Hier wurde es nämlich sehr billig für all jene Männer, die ausgesprochen attraktiv waren waren. Jedenfalls in den Augen des Personals. Hässliche Menschen mussten dafür also tiefer in die Tasche greifen. Ein ähnliches Bewertungskonzept rein an äußerlichen Merkmalen gemessen das gab es auch in einem anderen chinesischen Restaurant. Hier kam es allerdings auf die Leibesfülle an. Dicke durften günstiger essen, dünne Gäste mussten draufzahlen. Eine Werbestrategie, die wahrscheinlich schon allein aus kulturellen Gesichtspunkten heraus in Deutschland unmöglich wäre. Doch was ist, wenn es bald wirklich heißt, Männer müssen tiefer in die Tasche greifen, weil sie Männer sind? Erste Ansätze gibt es ja bereits in der Happy Hour, wo Drinks für Frauen nur die Hälfte kosten oder bei „Ladys Nights“ in Bars und Diskotheken, wo Frauen kostenlosen Eintritt haben.

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