Unterschiede von Schnaps, Geist und Likör

Spirituosen zeichnen sich durch ihre feinen Unterschiede aus. Oft werden sie fälschlicherweise miteinander gleichgestellt, was bei Kennern gern ein Kopfschütteln auslöst. Auch die Namen bestimmter Sorten können in die Irre führen, doch es gibt klare Unterschiede von Schnaps, Geist und Likör.

Anhand des Namens sollte sich eigentlich gut ablesen lassen, um welche Art von Spirituosen es sich handelt. Leider werden diese oft falsch vergeben, sodass kaum Rückschlüsse darauf möglich sind, ob es sich um einen Schnaps, einen Likör oder einen Geist handelt. Meist behalten nur Kenner wirklich den Überblick.

Strenge Vorgaben für Spirituosen

Eine einheitliche EU-Verordnung regelt eigentlich die einzelnen Kategorien im Spirituosenbereich. Hinzu kommen eigene Landesverordnungen, die in den unterschiedlichen EU-Staaten zusätzlich Anwendung finden. In diesen Verordnungen ist auch klar definiert, wie die Spirituosen beschaffen sein müssen, um die Unterschiede von Schnaps, Geist und Likör deutlich zu machen und demensprechend bezeichnet zu werden.
Am Beispiel vom Schnaps wird deutlich, wie viel bei der Benennung der Spirituosen zu beachten ist. Schnaps ist eigentlich eine Form von Brand. Er ist immer klar. Außerdem darf ihm kein Zucker zugesetzt werden. Auch jegliche Art von Aromen ist im Schnaps tabu. Es gibt aber auch einen kleinen Unterschied zum Brand. Denn dem Schnaps dürfen 76% neutraler Alkohol zugefügt werden. Das ist aber kein Muss! Dabei handelt es sich um Ethylalkohol, der meist aus Getreide hergestellt wird.

Die Unterschiede von Likör und Geist

Wer an Likör denkt, spürt förmlich die schwere Süße auf seiner Zunge. Liköre haben einen deutlich niedrigeren Alkoholgehalt als andere Spirituosen. Der Mindestgehalt liegt hier bei 15%. Auch der Mindestzuckergehalt ist streng vorgegeben. Er ist auf 100g/l festgelegt. Allerdings gibt es hier auch einige Ausnahmen, die in den einzelnen Verordnungen aufgelistet sind.

Für die Herstellung eines Likörs wird als Basis ein Grundalkohol gewählt. Das kann beispielsweise ein Apfelbrand oder Ähnliches sein. Diesem werden dann Früchte oder Aromageber zugefügt. Natürlich gehört auch Zucker dazu, um den vorgegebenen Mindestzuckergehalt zu erreichen. Anschließend wird mit Wasser verdünnt, sodass der Likör letztendlich nicht zu stark wird.

Beim Geist wird es etwas komplizierter. Dieser wird mit dem aromagebenden Stoff in Alkohol angesetzt. Anschließend wird er destilliert. Dies macht den großen Unterschied anderen Sitten gegenüber aus. Nun wird die Stärke reguliert, damit der Geist gut trinkbar wird. Kenner wissen sofort, dass aufgrund dieser Herstellung auch Gin als Geist gelten muss.

Bildurheber: belchonock

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