Umwelttrend: Glasröhrchen statt Plastikstrohhalme in der Gastronomie

Der Strohhalm ist ein gutes Beispiel für umweltschädlichen Massenkonsum, denn das Einmalprodukt ist günstig im Einkauf, kurz in der Nutzung und braucht endlos, ehe er sich wieder von allein abbauen würde. Das belastet die Umwelt enorm, ein Grund, warum nun große Hotelketten, Supermärkte und Kaffeehäuser die Verwendung einstellen.

Rewe führt ab sofort keine Strohhalme mehr im Sortiment. Bei der beliebten Kaffeekette Starbucks gibt es ebenfalls keine der bunten Trinkhalme mehr in den Getränken und auch große Hotelketten stellen die Nutzung der Trinkbegleiter endgültig ein. Der Grund liegt klar auf der Hand: Im Grunde braucht es keines der Plastikröhrchen, um ein Getränk zu genießen. Das spart den Anbietern nicht nur auf das Jahr gerechnet viel Geld ein, es schont auch die Umwelt. Allein bei Starbucks gingen sonst rund 500 Millionen Strohhalme über die Ladentheken und das pro Jahr, ein enormer Verbrauch und damit eine große Ansammlung von umweltschädlichem Plastikmüll. Der soll nun drastisch reduziert werden und das ist natürlich nur eine der vielen Wege die große Ketten inzwischen gehen, um ihren Beitrag zum nachhaltigen Konsum zu leisten.

Einen Drink aus der Makkaroni schlürfen?

Dabei gibt es hier längst Alternativen. Strohhalme aus Glas zum Beispiel. Die sind natürlich in der Anschaffung deutlich teurer, sie wirken allerdings auch eleganter und sind so hochwertig gefertigt, dass sie sich problemlos ausspülen und wiederverwenden lassen. Ein großer Pluspunkt und längst nicht der einzige Ansatz, um Strohhalme wieder salonfähig zu machen. So gibt es selbst im beschaulichen Bielefeld einen Bäcker, der seine Strohhalme kurzerhand aus Makkaroni-Nudeln fertigt und das mit so großem Erfolg, dass sich auch Hotelketten längst für diese Idee begeistern können. Der Vorteil an essbaren Varianten ist natürlich der, dass sie schnell biologisch abbaubar sind und faktisch keine Plastikrückstände verursachen können. Wer also keinen Verzicht üben mag und trotzdem weiter auf Strohhalme setzt, der bekommt inzwischen ein breites Spektrum an umweltfreundlichen Alternativen serviert, egal ob im Kaffeebecher oder im Cocktailglas.

Bildurheber: retoncy / 123RF Standard-Bild

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