Trend: Fusion Food – was steckt dahinter

Kreative Küche liegt im Trend. Mediterran, asiatisch, südamerikanisch, exotisch – es gibt viele Variationen, die den Geschmacksnerven auf die Sprünge helfen. Fusion Food ist eine davon.

Wie vieles, was irgendwann einmal über den großen Teich nach Europa schwappte, ist der Ursprung von Fusion Food oder Fusion Cuisine in Amerika. Die Idee für die unkonventionellen Rezeptideen entstand in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Kalifornien. Das Prinzip ist im Grunde genommen ganz einfach und setzt eine gewisse Experimentierfreudigkeit voraus. Jeder moderne Gastronom und Koch sollte dazu bereit sein, neue Wege zu gehen und auch einmal ein Rezept auszuprobieren, das sich von der traditionellen Hausmannskost abhebt. Bei Fusion Food gibt es keine genormten Richtlinien, es werden Gewürze und Zutaten vermischt, die verschiedene Esskulturen oder Nationalgerichte in sich vereinen.

Fusion Cuisine hat zwei Varianten
Das Zubereiten von Fusion Food fördert erstaunliche Ergebnisse zutage, die auf den ersten Biss ein Erlebnis sind. Dem Küchenchef bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, obwohl es eigentlich nur zwei Kategorien von Fusion Cuisine gibt. So kann man einerseits verschiedene nationale Gerichte so miteinander verschmelzen, dass eine völlig neue Speise entsteht oder man vermischt andererseits die Zutaten aus der internationalen Küche miteinander wie beispielsweise Rezept-Elemente von asiatischen und südamerikanischen Gerichten. Es gilt zu überlegen, ob man den Gast mit einer Entenbrust auf Rhabarbergemüse oder Miesmuscheln in einer vietnamesischen Kokossoße beglücken möchte. Der Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Gerade das ist das Schöne an Fusion Foods, wo man keinen starren Regeln unterworfen ist und am Herd oft ganz spontan völlig neue Gerichte entstehen.

In Amerika und Australien ein Boom
Besonders große Popularität genießt Fusion Food nicht nur in Amerika, sondern auch in Australien, wo Sidney als Metropole für die „Asian-Fusion-Cuisine“ gilt. Eine Folge der Zuwanderung, denn der Zuwachs an Migranten verhalf dieser speziellen Art der Essenszubereitung zu einem regelrechten Boom, der nahezu die ganze Bevölkerung erfasst hat. Einer der Gründe ist sicherlich, dass alle Geschmacksrichtungen mit den mannigfaltigen Rezeptideen befriedigt werden können und der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Mittlerweile hat sich der aktuelle Gastro-Trend auch in Deutschland etabliert. In der Bundeshauptstadt Berlin haben sich einige Restaurantbesitzer auf Fusion Food spezialisiert, unter anderen im Gourmet-Tempel „Oktogon“ am Potsdamer Platz oder im Restaurant „Grünfisch“ in Kreuzberg ist Fusion Food auf der Speisenkarte zu finden. Die Fähigkeiten eines guten Kochs zeigen sich dann, wenn er aus dem, was er gerade in der Küche hat, ein schmackhaftes Menü zubereitet, auch wenn auf den ersten Blick Gewürze und Zutaten im klassischen Sinne nicht zusammenpassen. Der Fusion-Foods-Trend zielt genau in diese Richtung: Handwerkliches Können gepaart mit Kreativität.

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