Transparenzbarometer für die Gastronomie steht in den Startlöchern

Künftig sollen Gäste schon beim Betreten eines Lokals sehen können, wir es um die dortige Hygiene bestellt ist. Das neue Ampel-Konzept soll Transparenz schaffen und Vertrauen zwischen Gast und Gastronom herstellen. Das Konzept steht, nur die Umsetzung muss warten.

Rot heißt: „Vorsicht, hier besser nicht essen.“ Bei Gelb besteht Nachbesserungsbedarf und bei Grün ist alles in Ordnung. Eine Ampel soll künftig die Berliner Gastronomen ausweisen und zwar deutlich sichtbar für den Gast. Der kann schließlich nicht selbst in die Küche gucken und sich vergewissern, dass man hier auf Sauberkeit und gewissenhaftes Arbeiten Acht gibt. Deshalb das Ampel-Prinzip, das bereits vom Senat in Berlin abgesegnet ist und Zeichen setzen soll. Für mehr Transparenz am Arbeitsplatz und natürlich für den Gast. Das Prinzip Rote-Ampel soll allerdings nicht nachlässige Gastronomen an den Pranger stellen sondern sie stattdessen anspornen, von selbst mehr auf die Hygieneregeln zu achten und den Gästen somit einen besseren Service zu bieten. Deshalb bekommen Gatsronomen die rote Ampel auch nicht direkt aufs Auge gedrückt, sie dürfen stattdessen nachbessern und müssen sich dann einer erneuten Kontrolle unterziehen. Der Vorteil daran ist, dass endlich nicht nur Worte des Kontrolleurs und heimliche Listen hinter verschlossenen Türen verteilt werden, sondern endlich was passiert was auch der Gast sehen und nachvollziehen kann. Wer nicht nach den Regeln spielt, der wird künftig keine zahlungskräftigen Gäste mehr begrüßen dürfen.

Die Probe vor dem großen Auftritt

Greifen soll das neue Konzept allerdings erst im Jahr 2023, nach Corona. Aktuell haben die Gastronomen genug damit zu tun, ihren Hals über Wasser zu halten und sich an all die neuen Vorschriften zum Wohle des Gastes und der Gesundheit der Mitarbeiter zu halten. Die Beschränkungen der Gästezahlen tun ihr Übriges dazu bei, dass es die Branche in diesem Jahr mehr als schwer hat, schwarze Zahlen zu schreiben. Deshalb möchte der Senat nicht noch für zusätzliche Belastungen sorgen. Ob sich das Ampel-Prinzip künftig durchsetzt und so auch in anderen Städten und Bundesländern durchzusetzen ist, das wird sich zeigen. Zwei Jahre bleiben schließlich noch Zeit. Bis dahin haben Unternehmer allerdings die Möglichkeit, schon vorher eine Ampel bei sich anbringen zu lassen, zur Probe vor dem verpflichtenden Ampel-Auftritt.

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