Studie über Digitalisierung in der Hotellerie veröffentlicht

Eine aktuelle Studie der Telekom mit dem Titel „ Digitalisierungsindex Mittelstand“ kommt zu dem Ergebnis, dass Betriebe die bereits überwiegend digital arbeiten einen höheren Erfolg im Geschäftsjahr zu verzeichnen hatten als dies bei stagnierenden Unternehmen der Fall war. Das heißt aber auch, dass Unternehmen nachrüsten müssen und das regelmäßig in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Im Sommer 2017 befragte Techconsult insgesamt 2000 kleinere und mittelständische Unternehmen in ganz Deutschland um herauszufinden, wie es um die geschäftsinterne Digitalisierung bestellt war. Hintergrund war der neue Digitalisierungsindex für das Gastgewerbe. Demnach konnte sich dieser Sektor im Vorjahresvergleich auf stattliche 52 Punkte steigern und liegt damit im Vergleich nur zwei Punkte hinter dem branchenweiten Gesamtdurchschnitt. Anders ausgedrückt, von den befragten Betrieben nutzen 32 Prozent gezielt digitale Prozesse und das auf unterschiedlichen Ebenen. So bieten viele Hotels inzwischen elektronische Rechnungen an, nutzen digitalisierte Kassensysteme, stellen den Gästen WLAN auf den Zimmern zur Verfügung und sind mit der Nutzung von Buchungs-Software vertraut. Darüber können Gäste einfach online Tische reservieren, Zimmer buchen und vieles mehr.

Datenschutz auf dem Prüfstand

So viel Initiative in gezielte Digitalisierung zahlt sich aus, das belegt nun auch die Studie zum „Digitalisierungsindex Mittelstand“. So konnten im vergangenen Geschäftsjahr 2017 die Unternehmen an Gewinn zulegen, die Digitalisierungsprozesse für ihren tägliche Arbeit nutzten. Betriebe bei denen das nicht der Fall war mussten allerdings einen stagnierten Umsatz hinnehmen, hier kam es sogar stellenweise zu Umsatzverlusten. Dabei ist die Zahl der Verluste insgesamt klein, denn immerhin 80 Prozent aller befragten Betriebe zeigen sich mit dem Geschäftsjahr durchaus zufrieden.

An einem Punkt herrscht allerdings noch Nachholbedarf und zwar bei der Datensicherheit. Hier kommen die befragten Betriebe auf 61 Indexpunkte, was im internationalen Vergleich schon sehr hoch ist, allerdings immer noch nicht ausreicht und dringender Verbesserungen bedarf. Zumindest wenn es nach der neuen Europäische Datenschutz-Grundverordnung geht. Die Aufgabe heißt also auch hier, nachzubessern, Kosten zu verringern und flexibler zu arbeiten, wobei einfache Digitalisierungsprozesse sicher helfen können.

Studie: Digitalisierung im Gastgewerbe

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