Studie belegt Unzufriedenheit vieler Mitarbeiter im Gastgewerbe

Anfang des vergangenen Jahres führte Gronda eine Studie zu allgemeinen Themen der Gastronomie durch. Deren Zahlen sind nun ausgewertet und bringen interessante Fakten zutage. Der Grundtenor zeigt, dass viele Mitarbeiter in der Branche aus den unterschiedlichsten Gründen unzufrieden sind.

Warum Mitarbeiter der Gastronomie ihr eigenes Arbeitsumfeld kaum weiterempfehlen, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage von Gronda auf. Dabei wurden Fachkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Allgemeine Unzufriedenheit ausschlaggebend für Fachkräftemangel der Branche

Anfang des vergangenen Jahres wurden 1.596 Beschäftigte der Gastronomie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz für die Gronda-Studie befragt. Dabei ging es in erster Linie darum, bestimmte Themenschwerpunkte aufzugreifen, um die allgemeine Situation innerhalb der Branche genauer einschätzen zu können und um neue Wege zu finden, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Von den Befragten sind 45 Prozent im Service beschäftigt, 35 Prozent arbeiten in der Küche und 20 Prozent sind in der Verwaltung tätig. So erhielt jeder Bereich die Chance, die eigene Meinung kundzutun. Die Teilnehmer der Studie waren sich weitgehend einig, dass die Gastronomie vor allem Gäste- und Umsatzorientiert arbeitet. Digitalisierung und Innovation wurden mäßig eingeschätzt. Eindeutig kam heraus, dass die Beschäftigten sich kaum beachtet fühlen. Es gäbe kaum ein Unternehmen, dass tatsächlich Mitarbeiterorientiert arbeitet.

Der Umfrage zufolge legen die Mitarbeiter der Branche großen Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre, Respekt, Wertschätzung und auf ein gutes Verhältnis der Kollegen und Vorgesetzten untereinander. Leider sind nicht alle Faktoren gegeben. Vor allem Respekt und Wertschätzung werden häufig vernachlässigt, sodass die Unzufriedenheit der Mitarbeiter wächst. Auch die finanzielle Seite gilt als nicht zufriedenstellend. Besonders interessant ist der Aspekt des respektvollen Umgangs miteinander. Denn der Studie zufolge macht dieser Punkt größtenteils die Attraktivität eines Arbeitgebers aus.

Wie groß das Problem ständiger Fluktuation tatsächlich ist, zeigt die Tatsache, dass rund 40 Prozent aller Befragten in nächster Zeit einen Jobwechsel planen. Die Gründe dafür sind vor allem in der schlechten Vergütung und dem mangelnden Respekt zu finden. Allerdings gaben auch einige Teilnehmer der Studie an, neue Erfahrungen sammeln zu wollen, um sich beruflich weiterzuentwickeln.

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