Staatliche Hilfen für von Schließung bedrohte Landgasthöfe ?

Immer mehr Landgasthöfe müssen ihre Pforten schließen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft fehlt ein geeigneter Nachfolger oder die finanziellen Mittel sind einfach nicht mehr vorhanden, um den Gasthof weiterzuführen. Staatliche Hilfen könnten dem Sterben einer kleinen Gastronomiekultur vielleicht ein Ende bereiten.

Die Forderung nach staatlicher Unterstützung für gefährdete Landgasthöfe ist nicht neu. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Lage jedoch zugespitzt. Gasthöfe mit langjähriger Geschichte mussten schließen, weil die Betreiber aus Altersgründen zurücktraten und kein Nachfolger gefunden wurde.

Das Landgasthofsterben und seine Folgen

Obwohl die Marktlage aktuell sehr gut ist, müssen immer mehr Landgasthöfe ihre Betriebe schließen. Die Betreiber gehen in den Ruhestand, finden aber keine geeigneten Nachfolger für ihren Gastronomiebetrieb. Dieser Umstand führt dazu, dass die ländliche Gastronomiekultur beinahe schon vom Aussterben bedroht ist.

Der Gasthof ist viel mehr als nur ein Gastronomiebetrieb. Hier trifft sich die Gemeinde, hier wird gemeinsam geplant, gefeiert und genossen. Gerade dieses Ambiente der ländlichen Gemeinschaft lockt viele „Städter“ im Urlaub an. Fällt dieses Begegnungszentrum weg, wird der betroffene Ort natürlich auch für Touristen weniger reizvoll.

DEHOGA fordert staatliche Unterstützung

Mit Hilfe von staatlicher Förderung könnte nach Meinung des DEHOGA der gefährlichen Entwicklung ein Ende gemacht werden. Ganz speziell eine Eigenkapitalhilfe könnte es leichter machen, geeignete Nachfolger für die Landgasthöfe zu finden. Vor einigen Jahren gab es bereits ein ähnliches Hilfsprogramm, das sehr gut angenommen wurde.

Experten bezweifeln jedoch den langfristigen Erfolg eines Finanzhilfsprogramms. Sie sehen die Probleme an anderer Stelle. Hauptgrund der enormen Schwierigkeiten in der Gastronomie ist die Personalnot. Solange keine Anreize geschaffen werden, mehr Menschen für die Tätigkeit in dieser Branche zu begeistern, werden weiterhin Gastronomiebetriebe schließen müssen.

Bildurheber: kzenon / 123RF Standard-Bild

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