Mehr und mehr Restaurants nutzen die Möglichkeit eines Online-Auftritts für Reservierungen, Ankündigungen und Speisekarten. Doch das Internet ist kein sicherer Ort, denn für Hacker sind Webseiten ein beliebter Tummelplatz, um Informationen zu ändern oder Viren für die Besucher zu hinterlassen. Deshalb sollten Betreiber Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Ein Kunde wunderte sich jüngst darüber, dass auf der Speisekarte seines Lieblingsrestaurants plötzlich Gänge mit absonderlichen Namen wie „Genital-Hühnchen“ oder eine „Viagra-Suppe“ auftauchten. OE24.tv griff die Geschichte auf, die ein durchaus irritierter britischer Tourist seinerseits der Zeitung Daily Mail erzählt hatte.
Eine Nachfrage beim Restaurant ergab, dass diese freilich niemals ein solches Menü auf die Karte gesetzt hatte. Hacker hatten sich vielmehr einen Spaß daraus gemacht, die einzelnen Gänge ganz nach ihrem Geschmack abzuändern und so Unfrieden zu stiften. Ein ärgerlicher und vermeidbarer Angriff, wenn bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden wären.
Schützen Sie Ihre Webseite
Grundsätzlich ist es zu empfehlen, den Zugang zu kundeninternen Bereichen mit Passwörtern zu schützen. Dabei sind Eigennamen, sowie Geburtsdaten oder offensichtliche Zahlenfolgen (1,2,3,4) natürlich tunlichst zu vermeiden. Ideal sind stattdessen wahllos zusammengewürfelte Zahlen- und Buchstabenfolgen, denn diese lassen sich nur schwer knacken. Das Passwort sollte dabei auch nie auf dem PC gespeichert werden. Außerdem ist es ratsam, nicht zu vielen Nutzern Zugang zu sensiblen Bereichen der Webseite zu geben. Auch das reduziert das Risiko eines Angriffs.
Grundsätzlich sollte ebenfalls sichergestellt sein, dass die Software regelmäßige Updates erfährt und zusätzlich Virenschutz- und Malwareprogramme installiert sind, um Viren und Trojanern keine Chance zu lassen. Entsprechende Beratung und Einrichtung dieser Programme für die Webseiten bieten mittlerweile viele professionelle Firmen an. Eine Zusatzausgabe, die sich rentieren kann.
Dann klappt es auch mit der Speisekarte und kein Kunde kommt mehr ins Grübeln über allzu absurde Gerichte.