Rent a Cook – Fachkräftemangel in der Gastronomie

Fachkräftesicherung in Hotelerie und Gastronomie

Besonders an den Feiertagen stellt der enorme Fachkräftemangel die Gastronomie vor eine gigantische Herausforderung. Das Feiertagsgeschäft muss in gewohnter Qualität erledigt werden, obwohl allseits Personalmangel herrscht.

Das Feiertagsgeschäft übernehmen in vielen Gastronomiebetrieben Leiharbeiter, die teuer von entsprechenden Firmen „eingekauft“ werden. Diese Folge des allgemeinen Fachkräftemangels ist eine enorme Belastung für Inhaber und festes Personal.

Immer weniger Auszubildende in der Gastronomie

In den vergangenen Jahren hat die gesamte Gastronomie eine erschreckende Bilanz ziehen müssen. Immer weniger junge Leute interessieren sich für eine Ausbildung in dieser Branche. Einige Zahlen zum Beispiel aus Dresden machen das erschreckende Ausmaß deutlich. So hatten beispielsweise im Jahr 2007 noch 629 Jugendliche ihre Ausbildung zum Koch begonnen, während es 2011 nach Angaben der Industrie- und Handelskammer nur noch 189 waren. Im Schuljahr 2016/17 waren nur noch 106 Jugendliche, die sich zum Restaurantfachmann/-frau ausbilden lassen wollen und 266 potenzielle Köche. Wie die Gastronomie mit dieser akuten Fachkräftenot umgehen soll, ist besonders zu den Feiertagen eine echte Herausforderung.

Deutliche Mehrkosten durch Leihpersonal

Viele Gastronomen müssen zu den Feiertagen Leihpersonal ordern und beschäftigen, da die feste Belegschaft einfach zu klein ist, um diese Spitzenzeiten adäquat abdecken zu können. Doch die Kosten für dieses Leihpersonal liegen etwa bei 30 Prozent mehr als die Gastronomen für ihre feste Belegschaft zahlen müssen. Hinzu kommt ein weiterer unangenehmer Faktor: Viele Leiharbeiter sind nur gering motiviert und verfügen kaum über die Qualität, die bei solchen Preisen zu erwarten wäre.

Einige Gastronomiebetriebe haben bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen, um mit ihrem wenigen Personal halbwegs über die Runden zu kommen. So gibt es zum Beispiel feste Schließtage, um die festen Mitarbeiter ein wenig zu entlasten. Andere Betriebe mussten bereits schließen, weil sie die zusätzliche finanzielle Belastung durch die notwendigen Leiharbeiter nicht mehr bewältigen konnten.

Privat einen Koch mieten

Ein interessantes Konzept richtet sich an Privatverbraucher, die sich gern in den eigenen vier Wänden kulinarisch verwöhnen lassen wollen. „La belle assiette“ ist ein Konzept, das die Möglichkeit anbietet, einen Spitzenkoch zu mieten. Dieser kocht dann das vorab vereinbarte Menü in der eigenen Küche. Dabei hat der Gastgeber die Gelegenheit, dem Koch über die Schulter zu schauen und kleine Tricks für sich mitzunehmen. Er kann Fragen rund um das Rezept stellen und später einfach sein Menü genießen. Da auch die Küche komplett geputzt hinterlassen wird, ist dieses Hamburger Konzept eine kleine Wohltat für jeden Genießer.

Ob sich „La belle assiette“ am Markt etablieren wird, bleibt noch abzuwarten.

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