Politik will Hoteliers den Rücken stärken

Auf dem diesjährigen Dehoga-Kongress in Berlin ging es neben Trends und Innovationen für das Hotel- und Gaststättengewerbe in diesem Jahr auch um die Frage, wie lässt sich die Hotelbranche schützen vor der Konkurrenz aus Sharing-Portalen wie Airbnb?

Deutschland gilt als besonders gastfreundlich. Möglich machen das die zahlreichen Hotels, Pensionen und Gaststätten. Die sind nicht nur Wegweiser für eine blühende Tourismusbranche, sondern kann auch der Gesellschaft dienen. So bietet die Branche Arbeitsplätze für mehr als 200.000 Beschäftigte und Einstiegschancen für Flüchtlinge.

Doch es droht Gefahr und zwar in Form von Sharing-Portalen wie Airbnb. Hier können Privatpersonen Unterkünfte anbieten, seien es Ferien- oder Privatwohnungen oder Zimmer. Nicht nur laut einem Bericht der Agentur Bloomberg boomt das Portal nach wie vor. Fast die Hälfte aller Reisenden nutzt laut aktuellen Umfragen lieber eine Airbnb-Unterkunft für den Aufenthalt, als ein Hotel. Die Gründe sind nicht nur in der privaten Atmosphäre zu finden, die eine Wohnung eben bietet. Auch die Preise sind hier deutlich günstiger. Noch müssen Anbieter von Airbnb-Wohnungen nämlich keine Tourismussteuern und ähnliches abführen, arbeiten damit deutlich effizienter als Hotels und Pensionen.

Politik will Gleichberechtigung für den Tourismus-Sektor

Doch damit soll nun Schluss sein, fordert Wirtschaftsminister Gabriel. Er will das Gastgewerbe schützen vor der unfairen Konkurrenz und plant deshalb, die Steuern auch für Privatanbieter verbindlich zu machen. Außerdem sollen Schwellenwerte eingeführt werden, um eine stabile Preisspanne zu gewährleisten. Dabei gehe es der Politik nicht darum, „die digitale Entwicklung zu bremsen“, wie Gabriel betont. Es müsse vielmehr eine faire Basis geschaffen werden, damit alle Anbieter in der Tourismusbranche gleichermaßen existieren können und kein Ungleichgewicht entsteht. In wieweit sich die Forderungen durchsetzen lassen bleibt abzuwarten, denn noch ist das Thema lediglich Diskussionsgrundlage. Entsprechende Gesetze gibt es (noch) nicht.

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