Neuromarketing in der Gastronomie richtig nutzen

Jeder Gast sollte auf emotionaler und intuitiver Ebene angesprochen werden. Bauch und Kopf leiten das Wohlfühlen und entscheiden so, was auf den Teller kommt. Wer weiß wie das zu beeinflussen geht, kann das Neuromarketing bewusst einsetzen.

Die Möbelkette Ikea nutzt seit Jahren sehr erfolgreich die Grundlagen des Neuromarketings, um seine Produkte an den Kunden zu bringen. Andere Ketten ziehen längst nach und auch kleine Restaurants sollten sich mit dem Thema dringend vertraut machen, denn es kann den Erfolg steuern. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Punkte zu beachten. Grundsätzlich entscheidet der Gast seine Bestellung am Tisch nicht nur anhand von Fakten auf der Speisekarte. Hier braucht er eine bewusste Ansprache seiner Sinne, möchte sich intuitiv entscheiden und auch seinen Bauch mitentscheiden lassen. Fakt ist, jeder denkt er entscheidet sich sehr bewusst für bestimmte Gerichte, dem ist aber gar nicht so. Die meisten Entscheidungen vollzieht das Gehirn vollkommen unbewusst. Hierbei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, die es näher zu beleuchten gilt. Sie können helfen, die Gerichte an den Mann oder die Frau zu bringen und sogar den Verkauf kräftig ankurbeln.

Welche Faktoren die Bestellung beeinflussen

Es ist nie verkehrt, alle Sinne anzusprechen. Wer in ein Restaurant geht und schon einmal einen Blick in die offene Küche werfen kann, dem wird schnell das Wasser im Munde zusammenlaufen. Gerüche, Augenblicke und ein erstes Schmecken in Form eines Appetizers können hier den richtigen Bestellanstoß geben. Eine ansprechend gestaltete Speisekarte mit passenden Bezeichnungen der Gerichte macht Lust, diese auszuprobieren. Gedämmtes Licht zaubert ebenso wie Tischdekoration eine Grundstimmung, die zum Ladenkonzept passen sollte. Auch die Preise müssen natürlich stimmen. Dort bewegt sich der Gast gerne im Durchschnitt, möchte das Gefühl haben ein Schnäppchen zu machen und doch am liebsten nichts ausgeben für den vollen Genuss. Deshalb verzichten manche Gastwirte ganz bewusst auf das Euro-Zeichen hinter den Speisen. Das ist gesetzlich erlaubt und es suggeriert dem Gast nicht das ständige Gefühl, zu viel Geld ausgegeben zu haben. Kleinigkeiten, die so viel ausmachen können. Dem Neuromarketing sei Dank!

Bildurheber: dolgachov

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.