Neue Ausbildungen im Gastgewerbe stehen in den Startlöchern

Zum 1. August 2022 geht ein Wandel durch das Gastgewerbe, denn die neuen Bezeichnungen für Ausbildungsplätze gehen mit Innovation und neuen Inhalten an den Start. Das Ziel: Wieder interessanter für junge Leute rüberkommen!

Ein Ruck geht durch die Branche und bis dahin sollten 25 Jahren vergehen. Damals gab es eine neue Ordnung im Gaststättengewerbe. Inzwischen hat sich inhaltlich viel getan und die Nachfrage schwächelt. Immer weniger Azubis interessieren sich für Berufe wie Koch oder Kellner. Stattdessen herrscht große Personalnot. Schuld ist weniger die Bezahlung als vielmehr das Image und die schlechten Arbeitszeiten. Seit Jahren versuchen Betriebe dem entgegenzusteuern, bieten mehr Urlaub, attraktive Löhne und feste Arbeitszeitmodelle. Nun gibt es einen ganz neuen Ansatz und der klingt vielversprechend: Neue Berufsbezeichnungen und Inhalte sollen Azubis locken. Ob das funktioniert, wird der Sommer zeigen.

Fachkräfte mit neuen Wirkungskreisen gewinnen

Aus der ehemaligen „Fachkraft im Gastgewerbe“ wird eine „Fachkraft für Gastronomie“. Und die hat künftig nicht nur eine neue Jobbezeichnung, sondern auch viele spannende Inhalte zu erlernen. Zwei Jahre Zeit bleiben ihr dafür. Schuld ist der Wandel in der Branche, durch zunehmende Digitalisierung und die große Nachfrage nach Nachhaltigkeit und gesunder Küche steigen die Anforderungen. Innerhalb der Ausbildung können sich Azubis künftig zwischen den Zweigen „Restaurantservice“ und „Systemgastronomie“ entscheiden. Neben den eigentlichen Serviceaufgaben geht es dabei darum, die technischen Anforderungen hinter virtuellen Bestellungen und modernen Zahlsystemen ebenso zu begreifen wie die Planung und Organisation von Events und sonstigen Veranstaltungen. Die Fachkräfte für Gastronomie teilen sich die Organsisation eines Restaurants mit Köchen/innen, Hotelfachleuten und Servicekräften. Auch deren Ausbildung wird inhaltlich anders gewichtet. Der Fortschritt bleibt schließlich auch in den Küchen und Gaststuben nicht stehen. Umso wichtiger ist es, nach 25 Jahren endlich wieder neu anzusetzen und damit hoffentlich mehr Azubis zu gewinnen. Wichtig wäre das.

Bildurheber: piksel

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