Metro will mit Digitalisierung mehr Gastwirte an sich binden

In Europa sollen Gastronomen künftig digitaler werden, jedenfalls wenn es nach der Handelskette Metro geht. Deswegen will die eine neue Software einführen, die es ihr ermöglichen soll, Live-Einblicke in ihre Firmen, Restaurants und Hotels zu bekommen. Welche Vorteile das für die Metro bietet, dazu jetzt mehr.

Die Monitoring-Software Cockpit ist der neueste Coup der Düsseldorfer Handelskette Metro. Sie bietet Wirten damit die Möglichkeit, die Kosten des Betriebs im Überblick zu behalten, den Getränke und Speisevorrat zu verwalten und natürlich auch zu überblicken, zu welchen Uhrzeiten der Verkauf am besten ist und welche ihrer Kellner die höchsten Umsätze erwirtschaften.

Doch wozu braucht eine Handelskette all diese Informationen? Ganz einfach, sie möchte damit ihr Verkaufskonzept noch effizienter gestalten, möchte den Wirten noch gezielter Angebote unterbreiten können und braucht dazu natürlich die entsprechenden Informationen. Der Nachteil ist, der Datenschutz ist hier ein Problem, denn nicht jeder Gastronom möchte gerne einem Handelskonzern so viele seiner betriebsinternen Informationen bereitstellen. Ob die Nutzung freiwillig ist oder zum Begleitwerk für den Einkauf bei Metro wird, dazu hat sich der Konzern bisher noch nicht geäußert.

Bis 2020 will Metro 500.000 Nutzer generieren

Schon jetzt beliefert die Metro 21 Million Kunden europaweit mit ihren Produkten. Als Ziel hat man sich für das Jahr 2018 gesetzt, in 13 Ländern rund 50.000 Gastronomen an die neue Cockpit-Software heranzuführen. Schon 2020 soll sich die Zahl verzehnfachen. Dabei bleibt es nicht bei der Nutzung der Software alleine, zusätzlich können Kunden dann im Internet Online-Reservierungen durchführen, ihre eigene Webseite erstellen lassen und Mitglied im „Digital Club“ werden. Hier können sie sich dann mit Gleichgesinnten austauschen und netzwerken.

Ob die Pläne tatsächlich so umzusetzen sind bleibt abzuwarten und wird sicherlich nicht zuletzt auch eine Frage der Rechte bezüglich des Datenschutzes sein. Für die Metro könnte sich mithilfe der Software ein ganz neuer Markt eröffnen, denn sie könnte sich so einen ganz neuen Kundenstamm aufbauen und den bisherigen Kunden ein viel breiter gefächertes Angebot ganz individuell nach ihren eigenen Bedürfnissen zusammenstellen.

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