MenuSpeak – Die sprechende Speisekarte

Eine sprechende Speisekarte? Das klingt zunächst nach einem weiteren mehr oder weniger sinnvollen Gadget. Die Speisekarte „MenuSpeak“ will aber Sehschwachen und Blinden den Restaurantbesuch vereinfachen.

Gleich 54 Sprachen bietet die sprechende Speisekarte „MenuSpeak“ an und die gibt nicht nur Auskunft über die aktuellen Angebote für einen leeren Magen, sie hat auch die Getränkeauswahl fest im Blick. Auf diese Weise können sich Blinde und Sehschwache Gäste ganz ohne die Hilfe von Bekannten am Tisch oder der Auskunft des Kellners autark einen Überblick verschaffen und die Bestellung aufgeben. Eine moderne Form der Inklusion sozusagen.

Die vielsprachige Speisekarte bietet übrigens noch einen weiteren Vorteil, da auch internationale Gäste unter der Auswahl von über 50 Sprachen sicher ihre eigene wiederfinden werden – oder zumindest eine Sprache, die sie beherrschen. Auch Sie haben so keine Schwierigkeiten mehr, das Angebot zu verstehen und sich für ihr Lieblingsgericht zu entscheiden.

Sprachbarrieren sind passé

Entwickelt wurde die App als Gemeinschaftsprojekt der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreich, sowie der Mopius Mobile GmbH. Ein Bluetooth-Sender im Restaurant erkennt automatisch via iBeacons Technologie den eigenen Standort und weiß so, welche Speisekarte angezeigt werden muss. Das Herunterladen der App ist kostenlos. Neben der Sprachwiedergabe hat das System noch einen weiteren Vorteil. Alle Posten lassen sich in den virtuellen Einkaufswagen legen und werden anschließend dem Kellner vorgelesen in der Sprache, die er auch spricht. Auf diese Weise entstehen keine Bestellschwierigkeiten mehr, man versteht sich vollkommen unkompliziert, ganz gleich welche Landessprache die Gäste auch sprechen.

Das eröffnet Restaurantbesitzern ein ganz neues Serviceangebot und damit auch den Zugang zu Gästen, die den Weg sonst vielleicht nicht bis an den Tisch gefunden hätten, schon alleine aufgrund der Sprachbarrieren. Noch ist die App nicht überall flächendeckend nutzbar und erste einmal auf die österreichische Hauptstadt Wien beschränkt.

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