Meisterbrief für die Gastronomie gefordert

Der Dehoga Gaststättenverband möchte für alle Neueinsteiger in die Gastronomie einen Meisterbrief einführen um zu gewährleisten, dass hier ein neuer Standard eingeführt wird. Bislang darf jeder eine Gaststätte eröffnen der ein polizeiliches Führungszeugnis nachweisen kann und sich mit den Grundlagen der Hygieneverordnung auskennt. Das soll sich nun ändern.

Ein Drittel aller Neueinsteiger in der Gastronomie scheitern bereits in den ersten 2 bis 3 Jahren ihrer Existenzgründung. Der Gaststättenverband Dehoga sieht den Hauptgrund dafür in der mangelnden Ausbildung der unerfahrenen Gastronomen. Hier gibt es keinen festgelegten Standard, den ein Gastronom erfüllen muss. Die Folge davon sind viele kleinere und größere Betriebe die schnell vor dem Aus stehen. Um dem Einhalt zu gebieten fordert der Dehoga eine Art Meisterbrief für Gastronomen. Die sollen zuvor eine Ausbildung durchlaufen um zu lernen, welche Grundlagen alle wichtig sind, um einen Betrieb dieser Art zu gründen. Dazu gehören neben den rechtlichen Grundkenntnissen, auch Allergenkennzeichnungen, Maßnahmen für den Brandschutz und vieles mehr.

Noch müssen viele Details geklärt werden

Ob sich die Forderung durchsetzen wird ist bislang noch nicht bekannt. Für viele Neueinsteiger würde das nicht nur ein zeitliches Problem bedeuten, sondern auch ein finanzielles. Eine Ausbildung dieser Art würde natürlich auch Kosten verursachen, die in Eigenregie gestemmt werden müssten. Noch bleibt auch unklar wer kontrollieren würde, ob ein entsprechender Meisterbrief für den Gastronomiebetrieb vorliegt. Bis alle diese Details nicht geklärt sind bleibt es fraglich, ob die Idee des Meisterbriefes überhaupt realisierbar ist und wenn ja, wann? Bis dahin empfiehlt der Gaststättenverband allen Neugründern in jedem Fall entsprechende Fortbildungen zu besuchen, um Wissenslücken zu schließen und den Betrieb möglichst erfolgreich nach vorn zu bringen. Die Teilnahme hier ist natürlich freiwillig.

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