Luzern: Unisex-Toiletten in Restaurants erlaubt

Bis vor kurzem waren Unisex-Toiletten in der Schweiz nicht nur verpönt, sie waren schlichtweg verboten. Das soll nun anders werden, denn der Kanton Luzern ist aktuell dabei seine Gastgewerbeverordnung zu liberalisieren.

Bereits im Herbst 2017 wurde ein neuer Verordnungsentwurf eingereicht der Gastronomen künftig erlauben soll, statt zwei getrennte Toiletten für Mann und Frau eine gemeinsame Toilette in ihrem Gewerbe zu nutzen. Dementsprechend lautet auch die offizielle Mitteilung des Kantons: „Die Betreiber von gastgewerblichen Betrieben sollen selber darüber entscheiden, was für ihre Gäste die beste Lösung ist und wie sie die Sicherheit und Hygiene am besten gewährleisten können.“ Für Gastro-Unternehmen in Luzern ist dies ein echter Vorstoß, denn so sind sie bei der Gestaltung ihrer Räume freier und können bestmöglich für Hygiene und Sicherheit auf dem stillen Örtchen garantieren.

Unisex-Toiletten sind keine Ordnungswidrigkeit mehr

Bislang galt, wer Unisex-Toiletten einbauen lässt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen. Das schränkte Gastwirte natürlich ein, denn oftmals war es für sie schlichtweg nicht möglich, zwei separate Toilettenräume zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus machte das natürlich auch die Wartung und Reinigung doppelt so aufwendig. Bis eine Firma hier einen Versuch wagte. Die Remimag AG bot einfach schon von sich aus Unisex-Toiletten für ihre Kunden an und die zeigten sich durchaus angetan. Umso passender ist, dass der Kantonrat bereits im Mai 2017 einer Besprechung des Gesetzes zustimmte und dieses schließlich im Herbst des gleichen Jahres in die Entscheidung kam. Ab 2018 soll endlich alles anders werden auf dem WC, jedenfalls in Luzern und wenn es nach den Konstrukteuren und Gastwirten geht, auch sonst überall in der Schweiz.

Die Verantwortlichen glauben jedoch nicht, dass es nun plötzlich überall Unisex-Toiletten geben wird, aber wo es gewünscht ist, warum nicht? In anderen Ländern funktioniert das System schließlich auch erfolgreich und es gibt keine Beschwerden. Warum also nicht auch in der Schweiz?

Bildurheber: mcherevan / 123RF Standard-Bild

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