Kurios: Kapselhotels

Kapselhotels sind die asiatische Antwort auf den Platzmangel in den Großstädten, denn sie bieten Gästen für kleines Geld einen übersichtlichen Platz zum Schlafen. Für Europäer eher gewöhnungsbedürftig erfreuen sie sich in Japan, China und Shanghai steigender Beliebtheit.

Eine Plastikkabine, oft nicht größer als 2 Quadratmeter auf dem Boden und 1,20 Meter hoch. Das ist eine Kapsel, die einem Hotelgast in vielen Gegenden Asiens zum Schlafen zur Verfügung steht. Die Kapseln sind in Reihen geordnet und liegen oftmals auch übereinander. Nicht viel Raum für Privatsphäre, doch für Reisende mit einer kleinen Reisekasse wie Studenten und Geschäftsreisende ideal, um zentral zu übernachten. Der Luxus der dafür zu erwarten ist, hält sich in Grenzen. Es gibt eine Matratze, ein Radio und ein Fernsehgerät. In modernen Kapselhotels ist außerdem eine Klimaanlage und W-LAN vorhanden. Zum Duschen und Waschen steht den Gästen ein Gemeinschaftsbad zur Verfügung, das so genannte Onsen.

Zentral gelegen und überaus günstig

Das erste Hotel dieser Art eröffnete im Jahr 1979 in Osaka. Schnell fanden sich Nachfolger für diese Idee. Ein großer Teil der Kapselhotels befindet sich in der Nähe von Bahnhöfen und Rotlichtvierteln, zentral gelegen. Manche von Ihnen sind für Frauen und Männer zugänglich, andere beherbergen ausschließlich Männer. Knurrt der Magen, dann gibt es die in Asien üblichen Essens-Automaten die eine Vielzahl unterschiedlicher Snacks, Gadgets und Getränke bereithalten. Im chinesischen XIAN, der Stadt mit den berühmten Terrakotta-Kriegern kostet eine Übernachtung beispielsweise rund 9 Euro.

„Lebst du noch oder wohnst du schon?“

Das Konzept ist mittlerweile so beliebt, dass es inzwischen neben Kapselhotels auch Kapselwohnungen gibt, in die Mieter für umgerechnet 30 Euro im Monat in einer Art Käfig dauerhaft residieren können. Wer unter Klaustrophobie leidet, für den ist dies sicher keine Übernachtungsalternative, für wagemutige Reisende aber sicher eine spannende Alternative zu den teuren Hotels.

Quellen: wikipedia.org, welt.de

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