Kolyma2: Eine besondere Form von Lieferservice

Nicht das Haus verlassen und trotzdem leckeres Essen auf dem Tisch zu haben ist dank zahlreicher Lieferservices gar kein Problem mehr. Doch nicht alle arbeiten fair, Kolyma2 will das jetzt ändern.

Alle Lieferungen müssen nicht nur pünktlich an einem Ort sein, sie müssen sich auch lohnen. Nicht nur für den Besteller, sondern auch für den Lieferanten. In Zeiten ständigem Preiskampfes ist das längst keine Selbstverständlichkeit und deshalb gibt es bereits seit 2019 die Kooperation Kolyma2. Der Name entstammt einem Film, doch das ist eigentlich Nebensache. Worum es geht ist, fair Essen auszuliefern und zwar nicht nur möglichst klimaneutral, sondern auch zu guten Arbeitsbedingungen. Aus diesem Grund betrachtet sich die Initiative auch nicht als klassischer Lieferservice. Stattdessen legen die Gründer großen Wert darauf, alles als Gemeinschaft zu entscheiden. Welche Restaurants machen mit? Wie viel muss ich verdienen? Welche Liefergebiete decken wir ab? Fragen wie diese sind das Kernelement der Arbeit, nicht nur die Lieferungen selbst. Ein Full-time Job. Doch einer, der sich lohnt.

Eine Arbeit, die Nachahmer sucht

Neun Euro pro Lieferung muss der Kurier verdienen. Dieser nutzt das Rad und kann damit in der Stadt schnell an Ort und Stelle sein, ganz ohne Parkplatzsuche und ganz ohne Abgase die das Klima schädigen. Die Einnahmen setzen sich aus Liefergebühren zusammen, aber auch aus Prozenten, die die Restaurants an den Lieferfahrer zahlen müssen. Alles abgesprochen und ausgehandelt. 30 Restaurants machen bereits mit. Nicht alle exklusiv nur für Kolyma2. Manche Restaurants wollen sich mehrere Optionen offen halten und nutzen deshalb auch normale Lieferanten die mit dem Auto und anderen Konditionen ihren Teil der Auslieferarbeit leisten. Für die Kooperationspartner von Kolyma2 ist das vollkommen okay, sie verstehen sich nicht als Konkurrenz, sondern als echte Alternative. Und mit der Zeit rechnet man fest damit, immer mehr Kunden von der guten Idee überzeugt zu haben und dadurch immer mehr ausliefern zu können. Schon jetzt sind die Fahrer gut ausgelastet und können sich über viel Freizeit, frische Luft und ein gutes Einkommen freuen.

Bildurheber: giorgiomtb / 123RF Standard-Bild

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