Klimaschutz bei Kreuzfahrten weiterhin kaum umzusetzen

Laut Pariser Klimazielen sollen die Kreuzfahrtanbieter ihre Flotte dringend umrüsten, um bis zum Jahr 2050 komplett emissionsfrei unterwegs zu sein. Doch noch ist fraglich, ob sich diese Ziele wirklich realisieren lassen, denn noch fehlt es an echter Motivation für den Umweltschutz.

Die Schifffahrtsbranche ist erfolgsverwöhnt. In den letzten Jahren gingen so viele Touristen auf die Reise per Schiff, wie sonst noch nie zuvor. Kein Wunder, dass die Flotten ständig erweitert werden und die Angebote am Markt nach günsgtigen Kreuzfahrten kaum noch zu überblicken sind. Sehr zu Lasten der Umwelt, denn die großen Kreuzfahrtdampfer gelten als eine der größten Umweltverschmutzer. Aus diesem Grund haben sich die Politiker beim Pariser Klimaschutzabkommen zusammengesetzt und eine Strategie beschlossen, wie sich die beliebten Reisen klimafreundlicher gestalten lassen. Heraus kam ein verbindliches Abkommen was die Reedereien dazu anhält, bis zum Jahr 2050 emissionsfrei unterwegs zu sein. Von diesem Ziel sind so gut wie alle 18 großen Kreuzfahrtanbieter allerdings noch sehr weit entfernt. Es passiert kaum etwas in der Branche und das, obwohl dieser Reisesektor so große Zuwachsraten hat und sich über einen guten Umsatz freuen kann.

Eine große Aufgabe wartet noch

In der Nabu-Bundesgeschäftsstelle macht diese negative Entwicklung mehr als nachdenklich. Zumal sich lediglich neun der insgesamt 15 direkt aufgeforderten Kreuzfahrtanbieter überhaupt zu den Umweltzielen bekennen und Besserung geloben. Eine der Ausnahmen ist zum Beispiel Aida. Hier versucht man es mit neuen Schiffsmodellen, die weniger schädliche Abgase produzieren und schaut an Board außerdem darauf, weniger Müll zu verbrauchen und die Handtuchreinigung nicht mehr täglich anzubieten. Erste Schritte zu einer besseren Umwelt. Leider eine Ausnahme, denn wenn es um den reinen Umsatz geht sind kaum Anbieter bereit zu reinvestieren und das zu Gunsten der Umwelt und des Klimas. Und die Uhr tickt, denn 30 Jahre sind eine kurze Zeit in Anbetracht der großen Aufgaben, die noch vor den Anbietern liegen.

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