Kaffee frisch vom Fass

In Berlin fließt der Kaffee neuerdings nicht mehr aus der Maschine, sondern sprudelt direkt aus dem Fass. Was das Ganze soll und welchen Vorteil die neue kulinarische Errungenschaft  hat? Die ersten Gastronomen haben ihn ausprobiert, den neuen Kaffee auf der Speisekarte.

Der neue Kaffee hört auf den Namen „Draft Coffee“ und ist DER Trend in Berlin. Erfunden haben ihn die Amerikaner, genau genommen ein einfallsreicher Barista, der einfach mal etwas anderes kreieren wollte. Herausgekommen ist ein Getränk das schmeckt wie Kaffee aber aussieht wie Bier, eine feine Schaumkrone inklusive. Möglich macht das der zugesetzte Stickstoff. Und noch etwas ist anders: Der Geschmack. Der ist nämlich, anders als bei normalem Kaffee, leicht süßlich. Dabei erinnert die Optik an das klassische dunkle irische Bier. Die Aromen entfalten sich am besten, wenn der Draft Coffee nach dem Brühvorgang möglichst schnell wieder abkühlt. Erst danach kommt der Kaffee ins Fass, wird dort mit Stickstoff versetzt und fließt dann aus dem Zapfhahn direkt in die Tasse oder in das Glas des Kunden.

Trend erkannt, Gaumen gebannt

So passt es sowohl zum Winter als auch zum Sommer, finden Cafébetreiber wie Cory Andreen, der den trendigen Draft Coffee in seinem Berliner Café längst für seine Gäste bereitstellt. Und die freuen sich über die Abwechslung und greifen gerne zum Fass-Kaffee. Ob sich die Idee bald auch in anderen großen deutschen Städten durchsetzen wird? Die ersten Cafébesitzer sind davon jedenfalls überzeugt. Schließlich braucht es in der Gastronomie ständig neue Ideen, um die Gäste zu locken und sie kulinarisch zu verwöhnen. Warum also nicht mal den Kaffee auf eine ganz neue Art und Weise servieren und ihn so zum kultigen Erfrischungsgetränk machen? Solange die Lagerkapazitäten für Fässer vorhanden sind ist das auch umwelttechnisch eine schöne Alternative zu Kaffeepads und Co.

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