Im Restaurant mit Müll bezahlen?

Es war lediglich zwei Tage offen und sorgte schon für viel Gesprächsstoff in allen Medien. Das Rubbish-Café in London machte seinen Namen zum Programm und verlangte als Bezahlung für das leckere vegetarische Essen kein Geld, sondern recycelbaren Müll. Eine Idee mit Zukunftscharakter und nicht die einzige des Unternehmens.

Die Öko-Firma Ecover aus Belgien ist bekannt für ihre ökologischen Konzepte. So brachte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr eine Verpackung für Waschmittel heraus, die zu 50 % aus wiederverwertetem Plastik bestand, welches zuvor aus den Meeren gefischt wurde. Ein guter Ansatz für den Umweltschutz und längst nicht der einzige. Denn jüngst eröffnete das Unternehmen ein Pop-up-Café im Londoner Bezirk Convent Garden. Das Konzept des Ladens war von vorne bis hinten umweltbewusst gedacht. So gab es  eine Einrichtung aus Upcycling-Möbeln, extra designt von Max McMurdo. Die Gäste bekamen ihr Essen in Umweltverpackungen aus Kartoffelstärke und natürlich entsprach auch das Essen selbst fairen Bedingungen. Auf Fleisch und Fisch wurde verzichtet, stattdessen aßen die Gäste vegetarische Köstlichkeiten wie Bananenbrot. Selbst die Getränke kamen aus Fairtrade-Handel und durften ebenfalls guten Gewissens verzehrt werden.

Neue umweltbewusste Wege in der Gastronomie

Doch der eigentliche Clou an allem war, dass es keine Kasse gab sondern einen großen Sammelbehälter am Ende des Tresens. Die Betreiber wollten nämlich keine Bezahlung in Form von Geld für ihre Speisen und Getränke von den Gästen haben, sondern stattdessen  Becher und Verpackungsmaterial aus Plastik, das sie dem Recycling zuführen können und damit wiederum etwas Gutes für die Umwelt tun. Ein spannendes Erlebnis für Groß und Klein war das Müll-Café so sicherlich und noch dazu ein ungeahnt günstiges im teuren London. Leider hatte es lediglich zwei Tage geöffnet. Doch die reichten aus, um eine große mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Genau das, was sich die Betreiber damit erhofft hatten denn sie wollten auf die vielen Möglichkeiten für neue Restaurants aufmerksam machen und zeigen, dass es eben auch umweltbewusst geht. Das ist ihnen gelungen.

Bildurheber: monticello / 123RF Standard-Bild

Ähnliche Beiträge

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.