IKEA will ins Fast Food Geschäft einsteigen

Bereits 2017 kündigte IKEA an, neben dem Verkauf von Möbeln und Accessoires auch das Essensgeschäft weiter ankurbeln zu wollen. Um das zu erreichen testet der Möbelriese derzeit verschiedene Konzepte in unterschiedlichen Ländern. Vom Dining-Club über eine Snackbar ist alles dabei.

660 Millionen Menschen weltweit haben im Jahr 2007 bei Ikea gegessen. Die meisten von ihnen im Zuge ihres Möbeleinkaufs, aber auch viele einfach so weil die Angebote verlockend sind und ihnen das Essen schmeckt. Für IKEA ein Grund, sich mehr auf das Essensgeschäfts zu konzentrieren und dadurch den Umsatz weiter auszubauen. Und der kann sich schon jetzt sehen lassen. Allein in Deutschland hat der Verkauf von Graved Lachs, Frühstückstellern und Köttbullar zu einem Jahresumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro geführt. Nach oben hin steht da dem Schweden noch vieles offen. Der hofft jetzt, den klassischen Fastfoodketten Konkurrenz zu machen. Zu diesem Zweck sollen in Deutschland künftig einige ausgewählte Pop-Up-Stores eröffnen. Das sind Restaurants, die nur kurze Zeit öffnen um damit das Gästeverhalten und den Anklang ihrer Speisen und Getränke zu testen. Hat das Konzept Erfolg plant IKEA eigene Restaurants zu öffnen, die natürlich aus den Filialen eingerichtet werden und ein ähnliches Angebot haben wie die an die Möbelhäuser angeschlossenen Kantinen.

Schafft es Köttbullar aus Käfern künftig auf der Speisekarte?

In den USA kann man inzwischen eine Diners-Club-Karte erwerben. Damit haben speziell IKEA Family Mitglieder die Möglichkeit, gemeinsam bei Ladenschluss in den Küchen zu kochen und damit zu lernen, wie schwedisches Essen funktioniert. Dazu steht Ihnen professioneller Koch zur Seite. Die Gruppengröße sollte allerdings aktuell 19 Teilnehmer nicht überschreiten. Parallel dazu öffnen in London erstes Snack-Bars, die überwiegend gesunde und vegetarische Gerichte für die Gäste bereithalten. Und auch in Kopenhagen forscht man weiter am Essen der Zukunftund zwar im Labor „Space10“. Das zumindest berichtet die „Allgemeine Bäcker Zeitung“. Ziel ist es, gesunde und nachhaltige Gerichte auf die Speisekarte zu bringen, die natürlich vorher ausgiebig im Labor getestet wurden. Dazu gehören Gemüse-Pattys für die Burger und Käfer, die künftig zum beliebten Köttbullar werden sollen. Wie das am Ende den Gästen schmecken wird, bleibt natürlich abzuwarten. Doch der schwedische Möbelriese gibt sich optimistisch und glaubt fest an einen guten Platz im Fast Food Geschäft.

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