Hoteltrend aus Kärnten: Übernachten im Biwak

Für Regionen, die üblicherweise von Sommertouristen bereist werden, könnten Biwaks eine tolle Rettung über den Winter sein. Sie sind urgemütlich, einsam gelegen und lassen sich doch durch eine Spur Luxus ordentlich aufwerten. Kärnten zeigt, wie es geht.

Rund um den Millstätter See in Kärnten finden sich in luftiger Höhe gleich eine ganze Reihe von kleinen Häuschen vor, die Biwaks genannt werden. Ursprünglich dienten sie in erster Linie Wanderern, Waldarbeitern oder Soldaten als sichere Unterkunft bei schlechtem Wetter. Heute erleben die kleinen Hütten ihr wohlverdientes Revival. Liebevoll eingerichtet und renoviert dienen sie als besondere Herberge vor all jene, die bewusst Abstand vom hektischen Alltag brauchen und keine Lust auf übervolle Hotels haben.

Ein paar Abstriche gibt es schon, aber …

Biwaks machen den Urlaub gemütlich, allerdings mit Abstrichen. Denn Badezimmer haben die wenigsten der Hütten, dafür komfortable Betten und eine kleine Feuerstelle. Schließlich muss der Gast auch Essen. Das macht sich zwei Mal am Tag auf den Weg hoch auf fast 1.650 Meter und zwar nicht zu Fuß, sondern mit der Seilbahn. So gibt es ein leckeres Frühstück und ein Abendessen zum Selberbraten, schließlich haben die Biwaks ja Feuerstellen. Und was gibt es im Winter schöneres, als bei Eiseskälte gemütlich am Lagerfeuer Fisch zu braten oder Stockbrot zu grillen?

Saison in Sommer und Winter

Neben dem Bett gibt es in den Hütten noch zwei Stühle, einen Tisch und einen Schrank. Luxus ist hier, auf den normalen Komfort zu verzichten und einen Gang zurück zu schalten. Seit die Region Kärnten diesen besonderen Urlaub anbietet haben sich die Übernachtungszahlen für den Winter deutlich verbessert und das so weit, dass nun offiziell auch für den Wintertourismus alles geöffnet bleibt.

Ein echtes Umsatz-Plus mit einer simplen Idee, die noch nicht einmal schwer umzusetzen war. Die meisten Hütten standen schließlich bereits und brauchten bloß ein kleines Update. Davon profitiert jetzt die gesamte Region. Die Touristen freut es ebenfalls, denn die Nachfrage nach einem Urlaub abseits typischer Touristenpfade ist hoch, Sommer wie Winter gleichermaßen. So könnte sich der Urlaub im Biwak bald herumsprechen und vielleicht auch eine gute Idee sein für andere Hoteliers, die noch nach einem speziellen Angebot für ihre Gäste suchen.

Bildurheber: balakate / 123RF Standard-Bild

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