Heizpilze-Verbot bald in Düsseldorf?

Gastronomen zieht euch warm an, denn in Düsseldorf könnte es bald ein Verbot der kuschelwarmen Heizpilze geben. Gefordert wird das vom Jugendrat der Stadt und nun stehen wichtige Entscheidungen aus. Die Frage ist, Heizpilze ja oder nein?

Im Schanzenviertel in Hamburg gibt es sie nicht mehr und auch in einigen Berliner-Bezirken sind sie längst von der Bildfläche verschwunden: Die Heizpilze. Düsseldorf hat sie noch. In der beschaulichen Altstadt kommt kaum ein Restaurant oder eine Bar im Winter ohne sie aus. Dabei kostet allein der Betrieb mit Strom pro Stunde ein bis zwei Euro. Hochgerechnet auf die Saison eine hohe Ausgabe für ein bisschen Wärme. Auch gasbetrieben sind die Kosten für einen Heizpilz nicht gerade günstig und oftmals stellen Gastronomen gleich mehrere in den Außenbereich. Alles zum Wohl der Gäste. Die haben allerdings oftmals gar nicht so viel davon wie angenommen. Ein großer Teil der Wärme zieht nämlich nach oben ab und wird damit einfach nutzlos in die Luft geblasen. Das macht wenig Sinn. Daneben sind Heizpilze echte Umweltverschmutzer. Sie sind, laut Berechnungen der Energieagentur NRW, genauso schädlich für die Umwelt wie ein Auto das im Jahr 12.000 Kilometer zurücklegt. Deshalb sollen die Heizpilze jetzt weg, fordert der Jugendrat der Stadt Düsseldorf.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Eine Ausnahme von dem Verbot soll es allerdings geben. Sobald der Strom für den Betrieb der Heizpilze durch eine eigene Solaranlage gewonnen wird, dürfen die Pilze auch heizen. Schließlich sei das gut für den Klimawandel und bringe die Energiewende voran, argumentiert der Jugendrat. Der Antrag zum Verbot der Heizpilze wurde fast einstimmig angenommen. Nun muss sich der Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt Düsseldorf über den Antrag beratschlagen und dann schon bald eine Entscheidung treffen. Die Antragssteller sind guter Dinge, dass sie Erfolg haben werden. Schließlich sind ja auch schon andere Städte dem Beispiel gefolgt, warum nicht also auch Düsseldorf?

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