Gefahrenquelle Hotel WLAN

Viele Gäste erwarten bei ihrem Aufenthalt im Hotel auch einen kostenlosen Zugang zum WLAN, um von dort aus Einkäufe zu erledigen, im Internet zu surfen oder zu arbeiten. Doch längst nicht jeder Zugang ist sicher vor unbefugten Zugriffen.

In Hotels gehört es inzwischen längst zum Standardservice, dem Gast eine kostenlose Nutzung des hauseigenen WLANs zur Verfügung zu stellen. Was der Gast dabei nicht ahnt und auch der Betreiber selten weiß, hier gibt es oft große Sicherheitslücken, die dazu führen, dass der Zugang gehackt wird und dem Gast damit schadet. Die beliebteste Hackermethode ist dabei das so genannte Evil Twin Access Point System. Hierbei führen die Hacker den Nutzer nicht über über die Hotelantenne in das Internet ein, sondern über einen zweiten verborgenen Zugang. Auf diese Weise kann der Hacker, sofern er sich in der Nähe positioniert, alle Aktivitäten in Ruhe auskundschaften, Daten stehlen und noch vieles mehr. Der Gast ist machtlos, ebenso wie der Hotelbetreiber. Ein unabhängiger Test offenbarte schon vor einem Jahr, wie wenig offen zugängliche WLAN-Netzwerke vor solchen Angriffen geschützt sind. Gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe verfügt kaum ein Haus über die entsprechende Sicherheitsausstattung.

Sicherheitslücken gezielt schließen

Deshalb gilt es, die Aufmerksamkeit auf diese riesige Sicherheitslücke zu lenken und entsprechende Lösungen zu finden. Eine davon ist der Aufbau von sicheren WLAN-Strukturen. Diese Trusted Wireless Environments sorgen dafür, dass Hacker nicht mehr so leichtes Spiel haben. Ein so genanntes Wireless Intrusion Prevention System (kurz WIPS) scannt dauerhaft sämtliche Vorgänge im WLAN und meldet, wenn es Störungen findet. Normalerweise kann das System diese Störungen dann autark abwehren. Allerdings gibt es bei den unterschiedlichen Programmen große Unterschiede. Deshalb müssen Anwender immer die Sicherheitsfunktionalität im Auge behalten und ein zielführendes Konzept entwickeln. Wer diesbezüglich unsicher ist, der holt sich fachkundige Hilfe ins Haus und lässt sein WLAN bestmöglich schützen. Hackerangriffe sind heutzutage keine Seltenheit mehr, sie sind allgegenwärtig. Je größer das Netzwerk ist, desto größer sind die möglichen Schwachpunkte.

Bildurheber: Tim Samuel

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