Gastgold – neuer Restaurant-Verbund

Die Gastronomie-Branche braucht frischen Wind. In den jetzigen überaus schwierigen Zeiten brauchen auch kleinere Unternehmen eine Stimme, um letztendlich die Krise zu überleben. Die Gründung eines neuen Restaurant-Verbundes soll helfen.

Viele kleinere Gastronomie-Betriebe fühlen sich vom DEHOGA vernachlässigt. Sie wollen stärker wahrgenommen werden und ihre Probleme und Sorgen auf den Tisch legen. Mit Gastgold, dem neuen Restaurant-Verbund könnte dies nun gelingen.

Große Namen hinter dem neuen Verbund

Die Idee, einen Restaurant-Verbund zu schaffen, der viel näher an den Gastronomiebetrieben steht als es der DEHOGA je schaffen wird, war die Vision von einigen Branchengrößen. Dazu gehören Uta Bühler, Frank Rosin, Nelson Müller, Paula Bosch und andere. Gemeinsam wollen sie mit ihrem Restaurant-Verbund Gastgold die wahren Probleme der Branche an die Politik herantragen. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Branche besonders stark zu leiden hat, ist dies von größter Wichtigkeit. Hier sollen auch kleine Betriebe Gehör finden und nicht weiter allein ums Überleben kämpfen müssen.

Der Verbund soll zukünftig die tiefen Missstände der Branche ansprechen und will aktiv dagegen vorgehen. Ein großer Schwerpunkt ist eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben bei der Vergabe einer Konzession. Bislang war es möglich, einen Gaststättenbetrieb zu eröffnen, ohne die fachliche Qualifikation dafür vorweisen zu müssen. Dadurch hat die Billiggastronomie den Markt sehr negativ beeinflusst und der etablierten, hochqualifizierten Gastronomie nachhaltig geschadet. Zukünftig sollte nur jemand eine Konzession erhalten, der auch eine entsprechende Qualifikation besitzt.

Auch das Thema Ernährungslehre steht auf der Agenda des Verbundes. Er plädiert dafür, dass die Ernährungslehre in den Schulen unterrichtet wird, um ein verbessertes Bewusstsein für Lebensmittel und gesunde Ernährung zu schaffen. Auch der Ausbildungsrahmenplan für die gastronomischen Berufsbilder müsste zeitnah angepasst werden, um ein adäquates Niveau zu schaffen. Es könne nicht sein, dass ein Koch der gehobenen Gastronomie dieselbe Ausbildung durchläuft, wie ein Systemgastronom.

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