Gastgewerbe: Branche verliert immer mehr Mitarbeiter

Der allgemeine Fachkräftemangel in der Gastronomie ist ein großes Problem. Aber auch die Mitarbeiter werden immer unzufriedener und würden am liebsten in einer anderen Branche Fuß fassen. Eine aktuelle Studie zeigt eine dramatische Entwicklung.

Das Gastgewerbe gilt nicht gerade als attraktive Branche. Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen eine Beschäftigung in der Gastronomie. Anhand einer Studie wird der Ernst der Lage besonders deutlich.

Fluktuation als großes Problem

Einige Branchen machen immer Jahr für Jahr durch eine besonders hohe Fluktuationsrate auf sich aufmerksam. Das Gastgewerbe gehört auch dazu. Die Bundesagentur für Arbeit geht von einer Fluktuationsrate in Höhe von 68,9 Prozent aus. Auch in Österreich zeigt eine Studie eine ähnlich hohe Quote. Eine Befragung ergab dort, dass sich vier von zehn Kellnern gern beruflich verändern würden und in einer anderen Branche Fuß fassen wollen.

Dass die Branche mit einem akuten Fachkräftemangel zu kämpfen hat, ist seit Jahren bekannt. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung in der Gastronomie. Als Gründe für diese dramatische Entwicklung sind vor allem die mangelnde Mitarbeiterzufriedenheit, schlechter Führungsstil und absolute Überlastung angeführt worden.

Die Gewerkschaften fordern schon lange feste Dienstpläne und ausreichende Ruhephasen. Diese Forderungen sind jedoch kaum umsetzbar. Schon der Ausfall eines einzelnen Kollegen stellt viele kleine Gastronomiebetriebe vor eine enorme Herausforderung. Auch die Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Punkt, den die Gewerkschaften fordern. Bessere Bezahlung und ein angenehmeres Betriebsklima könnten ebenfalls dafür sorgen, dass weniger Beschäftigte der Branche den Rücken kehren wollen.

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