Wartezimmer: Atmosphäre durch richtige Einrichtung schaffen

Zum Arztbesuch an sich gehört meist auch der Aufenthalt im Wartezimmer. Um diese erschöpfende Phase für den Patienten angenehmer zu gestalten, gibt es viele Möglichkeiten. Maßgeblich für die Stimmung im Wartezimmer ist auch die Einrichtung selbst. Und für den Eindruck, den der Patient von der Praxis mit nach Hause nimmt.

Das Wartezimmer ist die Visitenkarte einer Praxis. Hier verbringen Patienten statistisch gesehen die meiste Zeit ihres Arztbesuchs. Um den Patienten das Warten so angenehm wie möglich zu gestalten, lässt sich mit Hilfe der richtigen Einrichtung eine angenehme Atmosphäre schaffen.

Wichtig ist hier rein psychologisch, dass ein Wartezimmer nicht zu klein ist. Enge schafft in dieser seelisch unkomfortablen Situation keine guten Gefühle. Aber es gibt noch mehr, was es bei der Einrichtung eines Wartezimmers unbedingt zu beachten gilt. An der Praxisanmeldung stattfindende Gespräche sollten nicht von den wartenden Patienten gehört werden können. Diskretion ist hier das A und O, immerhin geht es oft um sehr persönliche und unangenehme Belange. Milchglastrennwände, Regale, große Aquarien und Ähnliches können als Barriere zwischen Wartebereich und Praxisgeschehen dienen, wenn kein eigener Raum zur Verfügung steht.

Unabdingbar sind ausreichend Lesestoff für die Wartenden und auch eine Kinderspielecke um für Beschäftigung während der Wartezeit zu sorgen. Eine Nette Geste von Seiten der Praxis sind Getränke: Wasser, Teebeutel und vielleicht sogar etwas Kaffe oder Saft kosten nicht die Welt. Sie machen aber die Patienten sehr glücklich. Desinfektions- und Reinigungssäulen zum Händewaschen, Taschentuchboxen, Mülleimer sind im Wartezimmer genauso gerne gesehen wie einige Hygieneartikel auf der Praxistoilette. Die Patienten haben so die Möglichkeit, sich um ihr körperliches Wohlbefinden zu kümmern.

Die Wartezeit in deutschen Arztpraxen beträgt durchschnittlich Wartezeit von 45 Minuten. Grundlage, damit der Patient diese Wartezeit körperlich und stimmungsmäßig gut hinter sich bringen kann, sind bequeme Sitzmöbel. Sie sollten eine ergonomische und bequeme Breite, Höhe und Beschaffenheit mitbringen. Sehr zu empfehlen sind gerade in Arztpraxen auch strapazierfähige und pflegeleichte Möbel. Nicht nur zur obligatorischen Desinfektion, sondern auch, um für „Unfälle“ gewappnet zu sein.

Für eine entspannte und beruhigende Athmosphäre im Wartebereich empfielt sich die Installation von indirekten Lichtquellen. Auf direktes Licht sollte aber nicht gänzlich verzichtet werden, damit es zum Lesen hell genug bleibt. Grünpflanzen machen den Raum freundlich und sind meist auch in puncto Hygiene unbedenklich. Schöner Wandschmuck in Form von Bildern, Drucken und Gemälden ist fast unerlässlich. Finanziell ist das kein Hexenwerk: Gerade kleinere, regionale Künstler lassen sich hier gerne (oft sogar umsonst) ausstellen, um bekannter zu werden. Ein spezieller Tipp: Das leise Gluckern einer Wasserwand oder dezente Hintergrundmusik sorgen für Beruhigung unter den wartenden Patienten.

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