Eine Chance für Aussortiertes: Restaurant gegen Lebensmittelverschwendung

Möhren, die nicht der Norm gerecht gewachsen sind, Bananen, die vielleicht schon ein paar braune Stellen an der Schale haben oder Äpfel, die einfach zu klein geraten sind – diese Lebensmittel werden im Einzelhandel rigoros aussortiert. Ein Non-Profit-Restaurant in Berlin gibt diesen „Aussortierten“ eine Chance.

Ein Konzept, das gegen die Lebensmittelverschwendung kämpft, bildet die Basis für das Restaurant „Restlos Glücklich“ in Berlin. Hier werden fast ausschließlich Lebensmittel verwendet, die kleine Makel haben und im Handel so nicht mehr angeboten werden.

„Restlos Glücklich“ setzt ein Zeichen

Mitten in Berlin-Neukölln befindet sich das Restaurant „Restlos Glücklich“. Hier wird mit Lebensmitteln gekocht, die woanders aussortiert wurden. Dabei kann es sich um nicht normgerecht gewachsenes Obst und Gemüse handeln, um Reste aus Großbestellungen und Fehlplanungen oder um Lebensmittel, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen. Die Betreiber haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem Konzept der allgemeinen Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken. Und das gelingt bislang hervorragend.

Die Gäste im „Restlos Glücklich“ fühlen sich in jeder Hinsicht wohl und genießen die köstlichen Menüs, die das Küchenpersonal aus den aussortierten Lebensmitteln für sie zubereitet. Sie lernen dabei, dass die kleinen Makel, die einige Lebensmittel haben können, dem Geschmack der Speisen keinesfalls schaden.

Das Restaurant soll zeigen, dass jeder selbst ein Stück dazu beitragen kann, die Lebensmittelverschwendung weitgehend einzudämmen. Schon kleine Veränderungen des eigenen Verhaltens können in der Masse Großes bewegen. Das Restaurant ist ein Non-Profit-Restaurant, in dem nur wenige Mitarbeiter fest angestellt sind. Die anderen Mitarbeiter sind vorwiegend ehrenamtlich tätig. Die Einnahmen, die das Restaurant generiert, werden einem speziellen Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche zugeführt. Dieses soll das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln stärken.

Das interessante Konzept wurde bereits vom Verein für Wertschätzung von Lebensmitteln mit dem Social Award ausgezeichnet.

Bildurheber: eivaisla / 123RF Standard-Bild

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