Ein deutsches Dönerimperium in Texas

Was in Deutschland längst zu einem der beliebtesten Fast Foods überhaupt gehört, ist bei den Amerikanern noch relativ unbekannt, das Döner Kebab. Das wollen zwei Deutsche nun ändern und ihr Dönergeschäft ganz groß aufziehen. Erste Läden laufen mit großem Erfolg, bald sollen Filialen im ganzen Land dazu kommen.

Bei einem Auslandssemester im Jahr 2008 kam den beiden Deutschen Dominik Stein und Michael Heyne die Idee, den Döner in die USA zu bringen. Neben Burger Ketten und Tacos oder Pizza gibt es einfach keine passenden Läden für des Deutschen liebstes Fast Food. Dabei sind Döner mit unter 600 Kalorien pro Brottasche viel gesünder als so mancher Burger.

Kein schlechtes Verkaufsargument in einem Land, in dem zwei Drittel der Gesamtbevölkerung übergewichtig sind. Ein Name war auch schnell gefunden: Verts – Mediterranean Grill. Neben Döner gibt es hier noch andere Leckereien der türkischen, griechischen und israelischen Küche wie Falafel, Köfte, Salate und Reis. Alles relativ gesund und relativ neu. Startpunkt wurde Dallas in Texas.

Der Umsatz stimmt, die Ziele sind klar gesteckt

Nach den ersten beiden erfolgreichen Restauranteröffnungen, die sich für die Jungunternehmer sehr chaotisch gestalteten, lernten diese schnell dazu und eröffneten bald neue Läden. Das große Problem hierbei war es nicht nur, Geldgeber zu finden, sondern auch gutes Personal zu beschaffen. Da Verts eine noch neue und unbekannte Kette sei, fänden es viele schlichtweg uninteressant dort einzusteigen und ihr Können unter Beweis zu stellen, so die Gründer. Trotzdem kämpfen sie weiter für ihren Plan, bis zum Jahr 2020 genau 200 Geschäfte in den USA zu eröffnen. Nach der erfolgreichen Etablierung in Texas soll jetzt New York folgen, später auch Kalifornien. Dann hätten 4000 Menschen einen neuen Arbeitsplatz. Bereits in diesem Jahr werden die Betreiber einen Umsatz von 17 Millionen Dollar machen. Die Expansion wird allerdings 100 Millionen verschlingen, deshalb springen Geldgeber ein und unterstützen die Deutschen. Alles für das große Ziel, bald allen Amerikanern den Döner schmackhaft zu machen.

Bildquelle: lenyvavsha / 123RF Lizenzfreie Bilder

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