McDonalds jetzt mit Lieferservice?

Lieferdienste geben Gas: Dranbleiben, Einzelhandel!

Einzelhändler aufgepasst, in westlichen Gesellschaften nimmt der Markt der Service-Dienstleister und Convenience-Anbieter stetig zu. Der Kunde hat immer weniger Zeit, wird anspruchsvoller und bequemer. Exemplarisch ist hierfür der neue Lieferdienst Instacart, der derzeit in der kalifornischen Bay Area um San Francisco seine Kunden anbieterübergreifend mit Wunsch-Lebensmitteln versorgt. Barrierefreie Location hin, attraktives Einkaufserlebnis bei modernster Objekteinrichtung her: es ist an der Zeit sich mit ganz neuen Kundenbedürfnissen “2.0” auseinanderzusetzen.

Instacart steht exemplarisch für eine neue Generation Lieferdienste und damit Dienstleistungsqualität. Der Bringdienst arbeitet anbieterübergreifend und mit wirtschaftlich unabhängigen Boten. Binnen einer Stunde, so wird versprochen, haben Instacart-Kunden nach Bestellung bei derzeit vier verschiedenen Einzelhändlern die gewünschte Ware im Haus. Bestellt wird über eine App oder Webseite, was aus besagten Läden in der Nachbarschaft gebraucht wird. Es spricht also nichts dagegen sich den Wein aus dem Wal Mart holen zu lassen, die Brötchen vom Backshop um die Ecke und gleichzeitig den Abflussreiniger vom Einzelhandel, der hier gerade eine Discount-Aktion fährt. Selbst Wegweisungen in welchem Gang und Regal des Ladens das gesuchte Produkt gefunden werden kann, gibt die App. Eine Order geht dann online an rund 150 verschiedene Hilfsboten, die auf eigene Rechnung arbeiten und die Wunschwaren persönlich ausliefern. Die Provision für die Lieferung wird den Boten nach Auslieferung vom Instacart-System gut geschrieben.

Obwohl die Nachfrage nach solch mundgerechten Dienstleistungen hoch ist, das Modell ist bislang weltweit noch nicht sonderlich lukrativ umgesetzt worden. Das leigt vor allem an der fehlenden Verbraucher-Bereitschaft für den Dienst gut zu zahlen. Die Beseitigung dieses Engpasses ist gleichzeitig tragender Bestandteil des Instacart-Geschäftsmodells. Durch das Modell mit selbständigen Boten zu arbeiten werden ganz einfach diejenigen Menschen, die entweder bereit sind für eine geringe Provision zu arbeiten und auf Handgeld zu hoffen. Andererseits greifen viele, die ohnehin einkaufen gehen die Gelegenheit beim Schopfe und nehmen die von Dritten gewünschten Waren mit um sich ein Zubrot zu verdienen. Wer sich das Modell mal näher anschauen möchte, hier unsere Quelle Finanznachrichten, leider Englisch.

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