Diese Maßnahmen ergreift Frankfurt zum Schutz des Hotelgewerbes

Das sogenannte illegale Residenzwohnen ist ein großes Problem in Frankfurt. Um dagegen vorzugehen, hat die Frankfurter Bauaufsicht Maßnahmen ergriffen. Sobald der Verdacht der Zweckentfremdung von Wohnraum entsteht, wird genau geprüft – mit Erfolg.

Wohnraum ist knapp, vor allem in Großstädten wie Frankfurt. Einige Immobilienbesitzer stellen ihre Wohnungen ständig wechselnden Gästen zur Verfügung und rauben der Stadt damit vermietbare Wohnflächen und stellen gleichzeitig für Hotels eine Konkurrenz dar. Das sogenannte illegale Residenzwohnen soll nun aktiv bekämpft werden.

Vermietbaren Wohnraum zurückgewinnen

Wohnraum ist knapp, vor allem in Großstädten wie Frankfurt. Wer seinen Wohnraum jedoch als Beherbergungsbetrieb benutzt, benötigt dafür eine entsprechende Genehmigung. Vor allem für Häuser, die sich in reinen Wohngebieten befinden, wird diese selten erteilt. Dennoch nutzen viele Immobilienbesitzer ihre Wohnflächen, um mehr Gewinne zu erzielen und vermieten diese zu hohen Preisen an ständig wechselnde Gäste. Sollte der Verdacht bestehen, dass eine als Wohnraum deklarierte Wohnung als Beherbergungsbetrieb genutzt wird, schreitet die Bauaufsicht ein und führt umfangreiche Kontrollen durch.

In Frankfurt hat sich Planungsdezernent Mike Josef den Kampf gegen das „illegale Residenzwohnen“ zur Aufgabe gemacht. Er hatte bereits im Oktober härtere Maßnahmen dagegen angekündigt. Der Erfolg spricht für sich. Es wurden 395 Wohnungen, die als illegaler Beherbergungsbetrieb genutzt worden waren, wieder als vermietbarer Wohnraum zurückgewonnen. Die Besitzer handelten sich eine Anzeige ein.

Allein durch die Bußgelder konnte Frankfurt innerhalb von dreieinhalb Monaten bereits eine Million Euro einstreichen. So schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits wird Wohnraum zurückgewonnen, andererseits entstehen Einnahmen in beträchtlicher Höhe, die für andere Projekte genutzt werden können. Außerdem schützt die Stadt die Hotellerie, indem die illegalen Konkurrenten beseitigt werden.

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