Die Schweiz macht´s vor: Ältere Arbeitslose sollen im Gastgewerbe Fuß fassen

Die Gastronomie klagt seit Jahren über einen Mangel an Fachkräften. Das soll sich nun ändern, jedenfalls wenn es nach den Wünschen von Schweizer Gastronomen und Hoteliers geht. Die planen nämlich, ältere Arbeitslose über 50 und junge Mütter umzuschulen und sie dann in ihren Betrieben einzusetzen. Ein gutes Beispiel für Deutschland?

Der Arbeitsmarkt für die so genannten Silver Ager, also Menschen über 50 Jahre, stagniert. Oft haben sie Schwierigkeiten, in ihren Beruf zurückzufinden oder wollen vielleicht auch gar nicht mehr im gewohnten Umwelt arbeiten. Deshalb will der Tourismuszweig in der Schweiz diese Personengruppe jetzt gezielt ansprechen und ihnen eine ganz neue berufliche Perspektive aufzeigen. So sollen spezielle Schulungsprogramme dabei helfen, die ältere Generation vorzubereiten auf ihre neuen Aufgaben. Diese sehen Gastronomieexperten und Hoteliers im Service oder in der Küche. Die Arbeitsfelder im Tourismusgewerbe sind vielfältig und wecken vielleicht die Neugierde auf Neues. Auch junge Mütter sollen hier als Zielgruppe ins Auge gefasst werden, denn sie sind ebenfalls eine Gruppe die es auf dem Arbeitsmarkt schwer hat. Flexible Arbeitszeitmodelle und Schulungskonzepte sollen helfen, auch ihnen eine neue Chance im beruflichen Sektor zu geben und sie so vor Arbeitslosigkeit zu bewahren.

Neue Chancen im Blick

Über diesen Ansatz berichtete erst kürzlich der Blick. Nun ist man auch in Deutschland Aufmerksam geworden auf die neuen Chancen die damit verbunden sind. Vielleicht regt sich also auch hierzulande schon bald endlich etwas, denn es würden schließlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Zahl der Arbeitslosen in den schwierigen Zielgruppen sinkt und gleichzeitig freuen sich Hoteliers und Gastronomen über Zuwachs und wirken dadurch dem Fachkräftemangel entgegen. Ein Gewinn also für beide Seiten. Bleibt zu hoffen, dass sich durch diesen Artikel bald ein Umdenken einstellt und die neuen Möglichkeiten auch ergriffen werden. Nicht nur in der Schweiz, sondern am besten überall.

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