Die Kochmütze – Arbeitsbekleidung mit interessanter Vergangenheit

Galt die Kochmütze vor vielen Jahren noch als absolutes Statussymbol, hat sie sich inzwischen als Bestandteil der Arbeitskleidung in der Küche etablieren können. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Um die Kochmütze ranken sich einige Legenden, die immer wieder die große Bedeutung dieser so speziellen Kopfbedeckung betonen. Inzwischen ist sie aus keiner Küche wegzudenken, allein schon aus hygienischen Gründen.

Geschichte reicht weit zurück

Eine Küche, in der ohne Kochmütze gekocht wird, erscheint unvorstellbar. Die Kochmütze ist schließlich fester Bestandteil der Arbeitsbekleidung und nicht zuletzt aus hygienischen Gründen dazu geworden. Legenden besagen, dass es bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Kochmützen gegeben haben soll. Damals waren sie in ihrer Form der Königskrone nachempfunden und sollten die Loyalität des Küchenpersonals zum Herrscher unterstreichen. Die Köche des britischen Königshauses trugen um 1727 Kochmützen, die einer Schlafhaube ähnelten. Außerdem mussten sie auf Befehl des Königs ihre Haare scheren, um Läuse im Essen zu vermeiden.

Der eigentliche Erfinder der Kochmütze stammt aus Frankreich. In ihrer klassischen Form entwickelte sie Antoine-Marie Carême (1784-1833), der verschiedene Königshäuser bekochte. Er zeigte sich stets als Meister gehobener Küche und unterstrich dies mit seinem reinen Erscheinungsbild. Die Form der Kochmütze lehnte er an die Form der Militäruniform des Wiener Kongresses an.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die weiße, hohe Kochmütze zu einem echten Statussymbol. Je höher die Mütze, desto höher auch der Rang des Kochs. Auch wenn heute der Trend eher in Richtung schlichterer Kopfbedeckung in der Küche geht, setzt die gehobene Küche noch immer auf die klassische, hohe Kochmütze, um sich von der „einfachen“ Küche deutlich abzuheben.

Bildurheber: goodluz / 123RF Standard-Bild

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