Der Nano Garden – Frischgemüse aus der Vitrine?!

Eine Erfindung aus Korea soll es möglich machen, Gemüse direkt in der Küche anzubauen und abzuernten. Der „Nano Garden“ funktioniert ohne Sonnenlicht, ohne Dünger oder Pestizide und sogar ohne Erde. Zu Nährwerten der so gezüchteten Pflanzen können wir hier nichts sagen.

Gibt es zukünftig die Möglichkeit, selbst Angebautes im eigenen Restaurant anzubieten – ganz bequem und hygienisch? Der “Nano Garden” ist ein Gemüsegarten für drinnen. Die koreanische Erfindung soll es möglich machen, Salat, Brokkoli, Kräuter direkt in der Küche anzubauen. Jetzt aber keine Visionen von Erdhaufen und Dünger-Geruch in der Großküche: Die Versorgung der Pflanzen funktioniert beim Nano Garden über Hydrokultur. Sie wachsen also nicht in Erde. Sondern in einem anorganischen Substrat, das die Gewächse über eine wässrige Lösung anorganischer Nährsalze mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen. Diese Art der Versorgung macht auch alle Arten von Pestiziden und Düngern überflüssig. Als „natürlicher Luftreiniger”, so die Hersteller, tilge der Nano Garden sogar unangenehme Gerüche aus der Küche.

Indoor-Garten: Zukunftsträchtig oder unnatürlich?

Der Nano Garden sieht, platt gesagt, aus wie ein paar schicke Glaskästen, die aufeinander gestapelt wurden. Die vier Ebenen des Gartens können zum gießen und ernten wie Schubladen ausgefahren werden. Anstatt mit Sonnenlicht wachsen die Pflanzen im Nano Garden ausschließlich mit Hilfe seines eingebauten Lichtsystems. Wie viel Licht, aber auch wie viel Wasser und Nährstoffe, die Pflanzen bekommen sollen ist dabei variabel. Der Garten-Automat selbst hilft dabei und lässt den Nutzer wissen, wann die Pflanzen was brauchen. Die Kontrolle hat aber der Küchenchef. Der kann, laut Herstellern, die Wachstumsgeschwindigkeit seiner Gewächse ganz nach Bedarf selbst bestimmen.

Abschließend können und wollen wir die koreanische Schubladen-Anbau-Idee nicht bewerten. Wer weiß, wie sich diese inszenierte Wachstumsumgebung auf die Pflanzen auswirken kann… Geschmack, Gesundheit, Aussehen sind bei ganz klassischem, natürlichem Anbau sichergestellt. Sollte der Nano Garden aber funktionieren, könnte er für Restaurant-, Cafeteria- und Großküchen die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Gemüse anbauen können. Auch ohne großen Garten und schweißtreibendes In-der-Erde-wühlen im Hinterhof.

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