Der Mensch im Vordergrund: So kann das Gastgewerbe in Zukunft bestehen

Das Gastgewerbe hat seit Jahren rückläufige Bewerberzahlen unter den Ausbildungssuchenden zu verzeichnen. Oft sind es die unregelmäßigen Arbeitszeiten, der Stress und unbezahlte Überstunden, die mögliche Bewerber abhalten. Das soll nun anders werden, jedenfalls wenn es nach den führenden Gastronomie-Experten geht.

Ein Ruck geht durch das Gastronomiegewerbe und der ist auf der diesjährigen Fachkonferenz im Food Hotel Neuwied auch deutlich zu spüren. Hier haben sich Vertreter aus dem Gewerbe selbst, sowie Mitarbeiter der IHK Koblenz zusammengefunden, um einige wichtige Fragen der Branche zu klären und Lösungen voranzutreiben. Gleich zu Beginn fällt das wichtigste Thema der Veranstaltung ins Auge, das Finden von geeignetem Personal. Gerade die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich schwierig, denn hier stehen den schwindenden Bewerbern gleich zahlreiche offene und damit unbesetzte Stellen gegenüber. Der Regionalgeschäftsführer der IHK Martin Neudecker nennt sogar konkrete Zahlen. Laut Neudecker konnten neun Prozent weniger Abschlüsse von Ausbildungsverträgen verzeichnet werden, als dies noch im Vorjahr der Fall war. Das gibt zu denken und macht der Branche insgesamt Sorgen. Wo der Nachwuchs fehlt drohen Existenzen zu schwinden.

Dynamisch und motiviert in den Arbeitsalltag starten

Eine Modullösung soll jetzt Abhilfe schaffen und das Gastronomiegewerbe für Ausbildungssuchende wieder attraktiver machen. Es hört auf den Namen HOGA Next. Los geht es damit am 27. Februar diesen Jahres. An unterschiedlichen Standorten sollen sich Gastronomen und Hotelliers zusammensetzen und gezielt daran arbeiten, ihren Beruf wieder interessanter zu machen und damit künftige Bewerber zu locken. Gezielt soll es dabei um die größten Ängste der Bewerber gehen, dass auf sie ein Berufsleben mit schlechten Arbeitszeiten, hohem Arbeitseinsatz und schlechter Bezahlung wartet. Diese Vorurteile gehören nämlich in vielen Betrieben längst der Vergangenheit an. Das wissen bloß viele Bewerber nicht. Deshalb gilt es, Störstellen zu finden und dem Sektor wieder mehr Attraktivität zu verleihen. Das könnte dem Arbeitsmarkt insgesamt mehr Dynamik verschaffen. Es gilt sich die Frage zu stellen, was können Betriebe für ihre Azubis tun und nicht, was muss ein Azubi für den Betrieb leisten.

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