Der Grüne Knopf: Neue auszeichnung für Hotellerie

Mit dem “Grünen Knopf” soll jetzt noch mehr zertifizierte Nachhaltigkeit in die Hotels und Hostels deutschlandweit Einzug halten. Erste Häuser machen bereits den Anfang und das mit Erfolg.

Als erste Kette überhaupt hat sich das Kölner Unternehmen Dorint-Hotels dazu entschlossen, bei der Aktion “Grüner Knopf” dabei zu sein und das in Zusammenarbeit mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller von der CSU. Dieser war Initiator des neuen Gütesiegels und präsentierte es erstmalig im September letzten Jahres. Ziel der neuen Auszeichnung ist es, Arbeitskleidung und Bettwäsche nachhaltig zu produzieren und zu reinigen. Gelingt dies unter ökologisch und sozial verträglichen Bedingungen, dann hat sich das Haus die Auszeichnung verdient und darf sich stolz mit dem “Grünen Knopf” schmücken. In den Dorint-Hotels deutschlandweit tragen die rund 4.500 Mitarbeiter jetzt Schürzen und Mundschutzmasken aus nachhaltiger Herkunft. Auch die mehr als 10.000 Hotelbetten sind mit ökologischer Bettwäsche bezogen. Das gibt den Gästen ein gutes Gefühl durch ihren Aufenthalt zum Umweltschutz beizutragen.

Eine starke Auszeichnung für Hotels und Umwelt

Für die nahe Zukunft fordert Müller, das Thema Nachhaltigkeit in der Tourismusindustrie zum Standard zu machen. Die Lieferketten müssten nachvollziehbar sein, die Mitarbeiter sollen solidarisch unterstützt und verantwortlich aufgefangen werden. Gerade in Krisenzeiten wäre dies ungeheuer wichtig. Und das Thema ist dem Minister sehr ernst. Gleich 46 einzelne Anforderungen müssen Unternehmen einhalten, um sich das Siegel auf die Stirn, beziehungsweise über den Eingang schreiben zu dürfen. Nur wer sich an alle Kriterien hält, der wird Teil des Teams. Punkte, die bei der Auswahl entscheidend sind, teilen sich auf in Umweltkriterien und Sozialkriterien. Eine gute Werbemaßnahme ist das Siegel allemal und eine die sich doppelt lohnt. Einmal für den Umsatz und einmal fürs Gewissen. Mittlerweile haben sich schon 40 Unternehmen an den Auszeichnungen beteiligt, bald sollen es noch viel mehr werden.

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