Das Studium der Gastronomie

Gastronomisch sind deutsche Universitäten und Fachhochschulen unterbesetzt. Nur wenige Studienmöglichkeiten werden in der Branche angeboten, folglich fehlt der boomenden deutschen Gastronomie entsprechend ausgebildeter Nachwuchs, der gerade für expandierende Ketten wichtig wäre. Einige wenige Möglichkeiten gibt es aber, sich im Bereich der Gastronomie noch über eine Ausbildung hinaus zu qualifizieren. Seminare und Fortbildungen natürlich, aber auch Möglichkeiten, die Gastronomie in ein Studium zu integrieren. Hier eine Übersicht.

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse erhalten Hotelmanager innerhalb eines entsprechenden Studiums. Ebenso akademisch ausgebildete Touristik-Manager. Doch Studiengänge die für Ausbildung von Fachkräften im Bereich Hotel und Gastronomie sind nicht an jeder deutschen Hochschule zu finden. Wir haben hier eine Sammlung von Studiengängen zusammengestellt.

Gastronomie als Studiengang

Die Hochschule München hat eine eigene Tourismus-Fakultät. In Stralsund wird der Studiengang „Leisure and Toursim Management“ angeboten. „Tourismuswirtschaft“ kann in Wilhelmshaven studiert werden, „Tourismus-Management“ in Wien. Eine Internationale Fachhochschule in Bad Honnef bildet privat Touristik- und Hotel-Manager aus, mit Unterricht komplett in englischer Sprache. Hier wird innerhalb von vier Jahren gleichzeitig ein Diplom-Betriebswirt und ein Bachelor absolviert. Ebenfalls global angehaucht: Die International School of Management bietet in allen ihren Niederlassungen den Bachelor in Tourismus und Eventmanagement an. Auch die FH Gelsenkirchen kann mit einer Tourismus-Abteilung aufwarten.

Als Fächerschwerpunkt und Spezialisierungsmöglichkeit

Studenten der Universität Essen können sich über das Studium von Marketing und Handel auf den Forschungsbereich Gastronomie-Marketing spezialisieren. Die Technische Universität Dresden bietet unter Prof. Dr. Walter Freyer den Fächerschwerpunkt Tourismuswirtschaft als Vertiefung eines Studiums im Bereich Verkehrs- oder Wirtschaftswissenschaften. Schwerpunktmäßig werden hier wirtschaftliche Grundlagen des Tourismus, die managementtechnischen Besonderheiten in touristischen Betrieben, gesamtwirtschaftliche Aspekte des Tourismus und Gestaltungsmöglichkeiten der Tourismuswirtschaft behandelt. In der Universität Lüneburg bietet das Institut für BWL einen ähnlichen Schwerpunkt an, hier wird aber der Schwerpunkt noch stärker auf Tourismus an sich und weniger auf die Gastronomie gelegt.
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Harz bietet Tourismus-Management im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Hotelmanagement und Kongresswesen. Auch die Fachhochschulen Heilbronn, Kempten, Worms, Heide und Köln sind durch Vertiefungen im Gastrobereich vertreten.

An der Uni Göttingen können verschiedenste Bachelor- und Magisterarbeiten über das Institut für Agrarökonomie zu gastronomisch relevanten Themen geschrieben werden. Und für die, die es etwas weiter in die (deutschsprachig) Ferne zieht: Auch in Wien, Linz, Innsbruck und St. Gallen können vor allem tourismuslastige Studien betrieben werden.

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