Das alte Sprichwort „Das Auge isst mit.“ spielt in der Gastronomie eine wichtige Rolle. Psychologen haben den wahren Kern darin längst bestätigt. Auch die Farben auf dem Teller sollen die geschmackliche Wahrnehmung beeinflussen.
Ist ein Gericht besonders schön auf dem Teller angerichtet, entsteht schon mal ein positiver Vorgeschmack bei den Gästen. Wie intensiv sich die Gestaltung der einzelnen Gerichte tatsächlich auswirkt, haben Wissenschaftler längst untermauert.
Beeinflussen den Geschmack: Besteck, Geschirr und Einrichtung
Es ist nicht neu, dass schön angerichtete Speisen besonders positiv wahrgenommen werden. Aber dass auch Farben von Besteck, Geschirr und Einrichtung Auswirkungen auf die geschmackliche Wahrnehmung haben können, ist inzwischen ebenfalls durch Experten bestätigt worden.
Das kulinarische Genusserlebnis wird nicht ausschließlich vom gewählten Gericht auf dem Teller bestimmt. Hier spielen verschiedene Faktoren zusammen. Das Ambiente, die Einrichtung mit all ihren Details, sowie Geschirr und Besteck können den Geschmack tatsächlich beeinflussen. Idealerweise unterstreicht das gewählte Einrichtungskonzept die gesamte Philosophie der Küche.
Wer blaues Besteck reicht, muss damit rechnen, dass seine Gäste die Speisen deutlich salziger wahrnehmen, als sie tatsächlich sind. Weißes Besteck lässt Speisen noch cremiger und dafür weniger süß wirken, während schwarzes Besteck die Süße hervorhebt. Wer diese Tricks kennt, kann seinen Gästen ein rundum gelungenes Genusserlebnis bieten.
Um bestimmte Stimmungen zu schaffen, können die entsprechenden Blumen als Dekoration eingesetzt werden. Auch dabei spielen Farben eine wichtige Rolle. Während orangene Blüten eher Fröhlichkeit und Freude symbolisieren, stehen rote Blüten für Mut und Energie. Gelbe Blüten stehen dafür, geliebt zu werden oder selbst zu lieben, während violette Blüten Frieden, Großzügigkeit, Respekt und Demut demonstrieren.
Auch die Wahl des richtigen Tellers spielt eine wichtige Rolle bei der Präsentation der Gerichte. Kleinere Gerichte wirken auf großen Tellern häufig ein wenig verloren, während sie auf kleineren Tellern entsprechend zur Geltung kommen.
Wer hier richtig kombiniert, bietet seinen Gästen ein rundum gelungenes Geschmackserlebnis.
Bildurheber: Valeriya Boltneva