Buy-to-let als neue Form der Finanzierung für Hotels

Wenn Hoteliers eine Finanzierung für ihr Haus benötigen, stehen sie oft vor einer extremen Herausforderung. Die Banken zögern meist, sodass dringend nötige Erneuerungen nicht durchgeführt werden können. Buy-to-let könnte in solchen Fällen eine interessante Alternative sein.

Buy-to-let klingt sowohl für Investoren als auch für Hoteliers interessant. Mit einem solchen Finanzierungskonzept gewinnen beide Seiten. Einige Hotelbetriebe haben es bereits vorgemacht.

Keine Finanzierung durch die Hausbank

Ist ein Hotel ein wenig in die Jahre gekommen, stehen aufwendige Modernisierungsmaßnahmen bevor. Nur so bleibt das Haus konkurrenzfähig und kann die Gäste nach wie vor von sich überzeugen. Stammgäste können gehalten werden, neue Gäste werden durch moderne Konzepte hinzugewonnen. Doch oftmals zögert die Hausbank, wenn es darum geht, die dringend benötigten finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Immobilienwirtschaft und Hotellerie als Partner?

Mit Buy-to-let könnten sich Immobilienwirtschaft und Hotellerie gegenseitig unterstützen. Und das Ganze funktioniert so: Investoren erwerben Immobilien in Form von Ferienwohnungen oder Hotelzimmern eines bestimmten Hotelbetriebes. Mit dem Kaufpreis erhält der Hotelier die finanziellen Mittel, um sein Haus zu modernisieren und damit wieder besser am Markt zu positionieren.

Im Gegenzug erhält der Investor die Mieteinnahmen aus seinem Objekt.

Für beide Seiten profitabel

Während der Investor eine lukrative Geldanlagemöglichkeit bekommt, profitiert der Hotelier in mehrfacher Hinsicht. Es stehen ihm finanzielle Mittel aus dem Verkauf der Objekte zur Verfügung, die er gewinnbringend in sein Haus weiterinvestieren kann. Obwohl er aber auf die Mieteinnahmen dieser Objekte verzichten muss, erzielt er durch die Vermietung weitere Einkünfte. Die Gäste nutzen den Restaurantbereich des Hauses ebenso wie die verschiedenen Serviceangebote, durch die der Hotelier verdient.

Allerdings obliegt dem Hotelier sowohl die Vermietung als auch die Einrichtung und Pflege des Objektes. Der Investor hat keinerlei Mitspracherecht, wenn es um die Gestaltung der erworbenen Räumlichkeiten geht. Schließlich soll sich das Zimmer oder die Ferienwohnung optimal in das vorhandene Konzept einfügen. Er fungiert ausschließlich als Geldgeber und erhält dafür die Mieteinnahmen.

In Österreich bereits mehrfach praktiziert

Dieses Buy-to-let-Prinzip erfreut sich schon seit einiger Zeit großer Beliebtheit in der Hotelbranche. In Österreich haben bereits einige Hotels ihre Modernisierungsmaßnahmen auf diese Weise finanziert.

Letztendlich profitiert auch der Gast vom Buy-to-let. Er genießt seinen Aufenthalt in einem modernen Ambiente, mit all dem gewohnten Service seines Stammhotels.

Bildurheber: scanrail / 123RF Standard-Bild

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