Bio statt Air – Crowdfunding für ein Biobnb in Siebenbürgen

Wer als Tourist nach Rumänien kommt, tut dies nicht selten um in Transsilvanien auf den Spuren von Graf Dracula zu wandern. Dabei hat das Land mehr zu bieten als Vampir-Klischee. Wer zum Beispiel unberührte Natur schon wenige Kilometer vom Flughafen entfernt haben möchte, ist hier genau n der richtigen Stelle. Ein guter Grund, hier ein ganz besonderes Gästehaus zu eröffnen.

Bio-Tourismus in Rumänien, was klingt wie eine abenteuerliche Idee hat durchaus nachvollziehbare Gründe. Die Natur ist allgegenwärtig, hier streifen Wölfe durch die unberührten Wälder, sagen sich Fuchs und Hase beinahe gute Nacht. Nah an der Natur zu sein, in ihr zu wohnen und deren Einfluss auch auf die Bewirtung von Gästen auszudehnen, ein Konzept das Zukunft haben könnte.

Das dachte sich auch ein Ehepaar aus Siebenbürgen, und machte daraus eine Geschäftsidee. Künftig möchten die beiden eine Art Biobnb anbieten. Ein Wortspiel mit der Internetplattform Airbnb, die inzwischen in aller Welt Privatunterkünfte vermittelt und derzeit so manchem Hotelier Sorgenfalten bereitet.

Die Rumänin Ioana Joca und der Deutsche Andreas Pohl sind selbst gern auf Reisen, die Wurzeln in Siebenbürgen sind da, was läge da näher, als ein Biobnb zu eröffnen? Das Gästehaus legt seinen Fokus auf den Umweltschutz, der Bewirtung mit biologischer Ernährung und der Aufrechterhaltung von lokalen Traditionen und Gepflogenheiten. Hier haben Besucher die Chance, Siebenbürgen, wie Transsilvanien auch heißt, in seinem ganzen Facettenreichtum kennenzulernen.

Ein ganzes Dort hilft mit

Bio bedeutet in diesem Fall auch zurück zu den Wurzeln des Gemeinschaftslebens. Statt moderne Geräte kommt hier vieles noch in echter Handarbeit direkt vom Feld. Damit trotzdem alles funktioniert und die Gäste auf nichts verzichten müssen, involviert das eifrige Ehepaar kurzerhand die gesamte Dorfgemeinde gleich mit ein. So profitiert auch die Dorfgemeinschaft von den interessierten Besuchern. Wellness für den Geist nennen die Erfinder ihr Erholungskonzept.

Noch läuft die Crowdfounding-Kampagne, um alle Pläne auch wirklich in die Tat umzusetzen. Ein alter Bauernhof samt Scheune ist bereits ausgekundschaftet und soll schon bald umgebaut werden. In jedem Fall helfen Projekte wie dieses, Rumänien als Tourismusland wieder neu zu beleben und längst verschollene Pfade dabei zu gehen, weg vom Luxus hin zum Individualismus.

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