Bettwanzen: Die Hotellerie sagt ihnen den Kampf an

Vor allem Fernreisende bringen gern unangenehme Gäste mit. Bettwanzen sind in der Hotellerie präsent, aber sprechen möchte niemand über sie. Resistenzen machen die Bekämpfung der lästigen Mitbewohner schwierig.

Die Bettwanzen sind zurück. Noch vor einigen Jahren waren sie beinahe ausgerottet, doch dank zahlreicher Fernreisen und Bildung von Resistenzen erleben sie ein wahres Comeback. Auch die Hotellerie kämpft gegen sie an.

Bettwanzen als Mitbringsel

Bettwanzen tauchen nicht aus mangelnder Hygiene auf. Sie werden „eingeschleppt“, ähnlich wie Kopfläuse. Wer davon befallen ist, fühlt sich genauso schuldig, wie diejenigen, die unter Bettwanzen zu leiden haben. Dass die eigene Hygiene absolut gar nichts mit beiden Tierchen zu tun hat, tröstet die Betroffenen kaum.

Vor allem Fernreisende merken nicht, wenn sie Bettwanzen in ihrem Reisegepäck aus dem Urlaub mitbringen. Diese verkriechen sich gern in Ritzen und Spalten, an wärmeren Orten und in der Nähe schlafender Körper. Die Anzeichen sind am nächsten Morgen deutlich erkennbar. Kleine Stiche, die lästig jucken, zeigen den Befall überdeutlich. Der Kammerjäger kann mit Hilfe verschiedener Insektizide reagieren, um die Bettwanzen zu vernichten. Doch häufig haben diese bereits Resistenzen gegenüber verschiedenen Mitteln gebildet. Dies macht die Vernichtung zu einer enormen Herausforderung. Da sich die Bettwanzen zudem stark und schnell vermehren, ist es extrem schwierig, sie vollständig verschwinden zu lassen. Meist sind mehrere Behandlungen notwendig.

Hotels kämpfen gegen Bettwanzen

Hotels müssen regelmäßig Maßnahmen zur Bekämpfung von Bettwanzen einleiten. Nur so kann verhindert werden, dass Gäste gestochen und von Juckreiz geplagt werden. Spezielle Maßnahmen zur Vorbeugung gegen den Befall verursachen zwar nicht unbeträchtliche Kosten im Jahr, verhindern aber Schlimmeres.

Anhand eines verhandelten Falles wird deutlich, wie wichtig die vorbeugenden Maßnahmen in Hotelbetrieben sind. Ein Gast hatte sein 5-Sterne-Hotel verklagt, weil er von Bettwanzen gestochen worden war. Ausschlag, Jucken und Ekzeme hatten ihn noch längere Zeit leiden lassen. Das Amtsgericht Frankfurt/Main gab ihm Recht. Er erhielt seine Reisekosten und ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.500 Euro zugesprochen.

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