Arbeitsunfall – so handeln Sie richtig

Arbeitsunfälle treten in der Gastronomie relativ häufig auf. Wegeunfälle, Verbrennungen und Schnittwunden sind keine Seltenheit. Egal, welcher Art der Arbeitsunfall ist, als Arbeitgeber sind dabei einige Dinge zu beachten.

Sobald es einen Unfall gibt, ist abzuklären, ob dieser als Arbeitsunfall einzustufen ist. Dabei hat der Gesetzgeber einen festen Rahmen vorgegeben. Nicht alle Unfälle, die während der Arbeitszeit geschehen, werden tatsächlich als Arbeitsunfall anerkannt.

Arbeitsunfall oder nicht?

In der Gastronomie kommt es nicht selten zu Verletzungen und Unfällen. Einige davon werden selbstverständlich als Arbeitsunfälle anerkannt, andere werden von den Arbeitsgerichten abgelehnt. Es hängt vor allem davon ab, ob der Unfall geschehen ist, weil ein bereits vorgeschädigtes oder beeinträchtigtes Körperteil eine Mitschuld trägt oder nicht. Normale Arbeitsunfälle sind beispielsweise Stürze durch Stolpern oder Ausrutschen, Verbrennungen und Schnittverletzungen bei der Arbeit, Verletzungen durch herabstürzende Materialien oder während des Transports von Arbeitsgeräten und Materialien oder Unfälle, die sich während eines Events oder eines Ausflugs mit dem Gastronomiebetrieb ereignen.

Als Arbeitsunfälle werden keine Stürze auf dem Weg zur Toilette oder während der Raucherpause anerkannt. Auch ein Verschlucken beim Essen in der Mittagspause zählt nicht als Arbeitsunfall. Wegeunfälle werden nur als solche eingestuft, wenn sie auf direktem Wege zur oder von der Arbeit geschehen. Notwendige Umwege, wie der Weg zur Betreuungseinrichtung des Kindes oder Umwege durch Fahrgemeinschaften sind ebenfalls inbegriffen.

Dies muss der Arbeitgeber tun:

Ist der Arbeitnehmer in Folge des Unfalls mehr als drei Tage arbeitsunfähig, ist der Unfall der zuständigen Berufsgenossenschaft zu melden. Dies muss innerhalb von drei Tagen geschehen, der Tag des Unfalls nicht mitberechnet. Samstage, Sonn- und Feiertage werden für diese Drei-Tages-Frist mitgezählt. Tödliche oder besonders schwere Arbeitsunfälle sind sofort zu melden.

Außerdem ist jeder Unfall mit genauen Angaben im Unfallbuch zu vermerken. Dazu gehören Angaben von Ort und Zeit, Name des Verletzten und alle geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Außerdem sollten auch die Art der Verletzung, Zeugen und Ersthelfer benannt werden. Die Unfallanzeige muss vom Unternehmer selbst oder einem Bevollmächtigten erstattet werden. Ist absehbar, dass die Verletzung einen Arbeitsausfall nach sich ziehen wird, muss sich der Verletzte an einen Durchgangsarzt wenden. Dabei handelt es sich um einen Arzt, der von der zuständigen Berufsgenossenschaft eine entsprechende Zulassung hat.

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