Altersarmut im Gastgewerbe

Dass die Löhne im Gastgewerbe im unteren Segment anzusiedeln sind, ist längst bekannt. Aber dass daraus für viele Beschäftigte Altersarmut resultiert, das wird meist erst bewusst, wenn es schon zu spät ist. Gegenmaßnahmen müssten jetzt in Kraft treten, um diese Entwicklung aufzuhalten.

Niedrige Löhne sind sicher auch eine Ursache für den steigenden Fachkräftemangel in der Gastronomie. Doch die niedrigen Löhne ziehen auch für die Zukunft der Beschäftigten schlimme Folgen nach sich. Es droht ihnen die Altersarmut.

Fehlende Arbeitskräfte und niedrige Löhne

Im Gastgewerbe hat sich in den vergangenen Jahren eine erschreckende Entwicklung abgezeichnet. Immer weniger Menschen wollen in dieser Branche arbeiten. Schuld sind die niedrigen Löhne, die es unmöglich machen, eine Absicherung für das Alter zu erwirtschaften. Die drohende Altersarmut schreckt davor ab, im Gastgewerbe zu arbeiten.

Durchaus positive Entwicklung der Tourismuszahlen für Hotellerie und Gastronomie

Die Tourismuszahlen für Hotellerie und Gastronomie haben sich deutlich positiver entwickelt als noch vor einiger Zeit. Doch die Löhne im Gastgewerbe liegen noch immer nur knapp über dem Mindestlohn. Viele Gastronomen zahlen ihren Mitarbeitern auch nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Ganz klar, dass davon keine ausreichende Altersvorsorge getroffen werden kann.

Die Gewerkschaft fordert, dass die Mitarbeiter der Branche endlich auch an den Gewinnen beteiligt werden, die ganz klar in den vergangenen Jahren erzielt wurden. Die Löhne sollten unbedingt entsprechend angehoben werden, um die drohende Altersarmut zu verhindern. Außerdem wäre diese Maßnahme wichtig, um den Fachkräftemangel einzudämmen.

Es kann nicht sein, dass Beschäftigte der Gastronomie nach 45 Arbeitsjahren einen Rentenanspruch unterhalb der Grundsicherung erwirtschaften und gezwungen sind, mit Hartz IV aufzustocken.

Bildurheber: weyo / 123RF Standard-Bild

Ähnliche Beiträge

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.