Airbnb als Konkurrenz zur Hotellerie – Wie bereits erste Orte aktiv werden

Airbnb ist heute die größte private Buchungsplattform für Unterkünfte weltweit. 4,5 Millionen Wohnungen und Gästezimmer stehen mittlerweile zur Verfügung in mehr als 81.000 Städten. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von 41 Milliarden US-Dollar. Und ist inzwischen eine starke Konkurrenz für viele Hotels geworden. Das ruft erste Städte auf den Plan, aktiv gegen die Buchungsplattform vorzugehen.

Mehr als 300 Millionen Mal haben Reisende eine Unterkunft über Airbnb gebucht. In vielen Städten und Gemeinden erreichen die Übernachtungszahlen in privaten Unterkünften inzwischen weit höhere Dimension, als in Hotels und Pensionen. Für die Betreiber ein echtes Problem, denn oftmals können Sie mit der Konkurrenz nicht mithalten. Das liegt vor allem an den Steuern und Abgaben für öffentliche Unterkünfte, die bei privaten Buchungen so nicht anfallen. Zumindest bis jetzt, denn erste Städte und Gemeinden in der Schweiz reagieren auf die Konkurrenz mit der Erhebung von Touristenabgaben auch für all jene Gäste, die eine private Unterkunft über die Buchungsplattform reservieren. Das soll die Attraktivität von Airbnb senken und die Preisgestaltung gegenüber den Hotels angleichen.

Das Aus für Airbnb?

In anderen Städten ist man noch rigoroser. Auf der Balearen-Insel Mallorca zum Beispiel, ist die Vermietung über Airbnb für Inselbewohner schlichtweg verboten. Hier haben Gäste also nur die Möglichkeit, Pensionen oder Hotels als Unterkunft auszuwählen. Ähnliches gilt für Deutschlands Hauptstadt Berlin. Auch hier haben die Verantwortlichen die Reissleine gezogen und die Vermietung von privaten Unterkünften überwiegend untersagt. Das soll die Wohnungsknappheit regulieren und wieder mehr Häuser und Wohnungen zur langfristigen Vermietung oder zum Verkauf bereitstellen. Bislang haben vor allen Dingen Menschen, die ihren Zweitwohnsitz in Berlin angemeldet haben, die leerstehenden Wohnungen für die Übergangszeit vermietet. Das geht jetzt nicht mehr so einfach, sehr zum Ärger von privaten Vermietern und Reisenden, die sich eine günstige Unterkunft erhofft haben. Ob mehr Städte und Gemeinden künftig mitziehen werden, und der Buchungsplattform komplett den Hahn abdrehen oder andere Wege finden, die Konkurrenz ins Touristengeschäft zu integrieren, bleibt abzuwarten.

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