Abfallmanagement in der Gastronomie

In den Küchen der Gastronomiebetriebe herrschen meist Hektik und Stress. Dennoch müssen die Beschäftigten darauf achten, den anfallenden Müll gesetzeskonform zu trennen. In der Praxis ist dies nicht so einfach umzusetzen.

Es gibt genaue Vorschriften, die besagen, wie entstehende Abfälle zur Entsorgung getrennt werden müssen. Auch Gastronomiebetriebe müssen diese Vorgaben berücksichtigen. Hier besteht großes Potenzial, um das eigene Abfallaufkommen zu reduzieren.

Zu viel Abfall – Handlungsbedarf

In der Gastronomie entstehen im täglichen Betrieb große Abfallmengen. Da der Gesetzgeber vorschreibt, wie die Entsorgung zu erfolgen hat, sind die Beschäftigten der Branche mit der geforderten Trennung betraut. Doch neben der alltäglichen Hektik und dem Stress während der Arbeit fällt es manchmal schwer, alle Regelungen einzuhalten. Es fallen zu viele verschiedene Abfallarten an.

Es entstehen Verpackungsmüll (Glas, Dosen, Kartonagen, Pappe, Folien, Plastik, Tetrapacks), Bio-Abfälle, Altfett und Altöl, sowie sonstige Abfälle, die alle gesetzeskonform entsorgt werden müssen.

Speiseabfälle müssen so aufbewahrt werden, dass es zu keiner Geruchsbelästigung kommt und Ungeziefer abgehalten wird. Hier lohnt es sich, einen entsprechenden Kühlbehälter zu nutzen. Diese Abfälle werden meist jede Woche oder spätestens alle 14 Tage von dem gewählten Anbieter abgeholt.

Die Entsorgung von Altfetten und Altöl erfolgt in Tonnen. Hier gibt es ein Entsorgungssystem, das dem Gastronomen sogar Geld bringt. Ein spezieller Betrieb kümmert sich um die fachgerechte Entsorgung. Glas wird nach Farben getrennt im Sammelcontainer entsorgt. Allerdings gehören Porzellan und Scherben von Trinkgläsern in den Restmüll. Papierabfälle und Kartonagen werden in der blauen Tonne entsorgt. Je nach anfallender Menge könnte es sich lohnen, einen eigenen Container aufzustellen, der einmal im Monat geleert wird. Die Verpackungen mit dem Zeichen des dualen Systems gehören in die gelbe Tonne. Dazu zählen zum Beispiel Tetrapacks, Milch- und Konservendosen und verschiedene Kunststoffe.

Abfallvermeidung

In der Gastronomie kann das Abfallaufkommen mit Hilfe einfacher Maßnahmen verringert werden. So lassen sich zum Beispiel durch das Einfrieren Abfälle vermeiden. Auch durch die Anpassung von Portionsgrößen kann die Abfallmenge deutlich reduziert werden. Um weniger Tellerreste zu provozieren, könnten Mini-, Midi- und Maxi-Portionen angeboten werden. Auf diese Weise kann dem eigenen Appetit entsprechend gewählt werden. Außerdem sollten Beilagen gewählt werden können. Auch beim Kartoffelschälen entstehen viele Abfälle. Diese lassen sich durch sehr effizientes Schälen verringern. Wer auch gebackene Kartoffeln mit Schale auf der Karte hat, vermeidet ebenfalls eine große Menge Abfall in der Küche.

Bildurheber: bialasiewicz / 123RF Standard-Bild

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